Die Science-Fiction-Homepage von Ivo Gloss
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Nachrichten zur Science Fiction aus Russland, Ostdeutschland und anderswo

Stand 23.06.2013

Da der STERN DES OSTENS, das Magazin für russische SF, nun schon seit einigen Jahren pausiert, soll die Nachrichtenrubrik "Funkkabine" an dieser Stelle fortgeführt werden.



 
 
 
 
 

28.06.2013: MARIANNE SYDOW IST TOT

Am 2. Juni 2013 ist Marianne Sydow gestorben. Die 1944 geborene SF-Autorin veröffentlichte von 1967 bis 1992 146 SF-Heft-Romane für die Reihen Utopia, Zauberkreis-SF, Terra Astra, Atlan und Perry Rhodan sowie 35 Kurzgeschichten. Nachdem ihr Mann, der Groß-Sammler Heinz-Jürgen Ehrig, 2003 gestorben war, kümmerte sich Marianne Sydow um die SF-Sammlung und begann mit deren Erfassung in einem auf ca. 48 Bände konzipierten Bestandskatalog, von dem zuletzt der Band 20 erschien. Der Bestandskatalog soll ebenso von ihrem Sohn Ralph Ehrig fortgeführt werden wie der Nachdruck der "Luftpirat"-Heftreihe.

[Homepage der Autorin mit Autobiographischem, Bibliographie, Online-Erzählungen und vielem mehr] . [Nachruf von Frank Böhmert] (neuer Link v. 12.07.2013)
 


 
 
13.05.2011: "BunTES Abenteuer" NOCH BUNTER

Immer "bunter" im Sinne von internationaler wird das SF-Angebot in der Heftreihe "BunTES Abenteuer". Für 2011 sind angekündigt "Zeitfrakturen" von Frank Roger (Belgien), "Der achte Tag der Schöpfung" (2 Hefte) von Michael Szameit und "Zehn hoch dreiundzwanzig" von Achmed Khammas (Syrien).
Ein Heft (32 S. Umfang) kostet 2.00 € zuzüglich 0.85 € Versand.
[Bestell-Homepage]
 


 
14.01.2011: RUSSISCHE SF IN DER REIHE "BunTES Abenteuer"

Nach dem Heft 2/2010 (Juri Petuchow: Die Falle. Zwei SF-Erzählungen) widmet sich die von Gerd-Michael Rose herausgegebene Heftreihe mit den Nummern 1 und 2/2011 erneut der russischen SF. Die Hefte enthalten die Erzählungen "Landung auf Pluto" und "Der Flüchtling" von Wassili Golowatschow. Der hierzulande bisher nur mit einer einzigen Kurzgeschichte vertreten gewesene Golowatschow ist in seiner Heimat ein bekannter und produktiver Genre-Autor, der sich vor allem mit Action-SF-Romanen und Space Operas einen Namen gemacht hat.
Die beiden Hefte zu je 32 S. kosten zusammen 4.00 € zuzüglich 0.85 € Versand.
[Bestell-Homepage]
 


 
22.10.2010: STEINMÜLLER-WERKAUSGABE BAND 6

Mit "Computerdämmerung" ist im September der 6. Band der vom Shayol-Verlag veranstalteten und von Hans-Peter Neumann und Erik Simon herausgegebenen Angela-und Karlheinz-Steinmüller-Werkausgabe erschienen. Den Hauptanteil dieses Erzählungsbandes machen die Geschichten aus Karlheinz Steinmüllers Debütband "Der letzte Tag auf der Venus" (1979) und dem gemeinsamen Band "Windschiefe Geraden" (1984) aus. Doch auch Besitzern dieser beiden DDR-Bücher bietet "Computerdämmerung" noch reichlich Neues, da auch mehrere Erstveröffentlichungen und außerdem bisher nur in Anthologien, Zeitschriften, im Internet oder dem Sachbuch "Visionen 1900 - 2000 - 2100" veröffentlichte SF-Texte enthalten sind. 
Das 292 Seiten starke Paperback kostet 18.90 €.  [Amazon]
 


 
01.10.2010: QUARBER MERKUR 111 WIEDER MIT BEITRÄGEN ÜBER RUSSISCHE SF

Franz Rottensteiners sehr empfehlenswertes sekundärlitarisches Magazin zur Science Fiction und Phantastik ist vom Ersten Deutschen Fantasy Club (EDFC) zum Lindenstruth-Verlag gewechselt. Der Umschlag ist nun nicht mehr EDFC-weiß und die Seiten sind nicht mehr leihbuchdick, inhaltlich jedoch ist alles beim bewährten alten geblieben.
Gleich drei Beiträge widmen sich diesmal der russischen Science Fiction: Alexander Roife schreibt über die russische SF und Phantastik des Jahres 2005, Erik Simon über die des Jahres 2008/2009 und Ant Skalandis über die Entstehungsumstände und Aufnahme bei den Verlagen einiger Werke der Strugazkis.
Weitere Beiträge widmen sich u.a. Philip K. Dick, Niffenegger, Gibson, dem Film "Metropolis", der Utopie im Frankreich der Aufklärung, Lovecrafts Erzählung "Der Schatten aus der Zeit", und wie immer schließt ein Rezensionsteil den Band ab.
Das 306 Seiten starke Paperback kostet 16 €.  [Amazon]

Anmerkung: Im QM 111 wird in der Rezension eines Sachbuches über SF die dort enthaltene Bemerkung kritisiert, Willy Ley habe Romane verfasst. Wie ich unlängst erfahren habe, hat er aber in der Zwischenkriegszeit tatsächlich zumindest einen SF-Roman geschrieben. Der Roman wurde in Fortsetzungen in einer Zeitung oder Zeitschrift veröffentlicht. Eine Sammlung der Fortsetzungen befindet sich in einer Bibliothek in den USA, allerdings ist der Name der Zeitung oder Zeitschrift nicht ersichtlich. Der Roman soll starke Einflüsse der Heftreihe "Der Luftpirat" erkennen lassen. Eine Wiederveröffentlichung in einem deutschen Verlag ist in Vorbereitung. (IG)


 
30.04.2010: BIBLIOGRAPHIE DER SCIENCE-FICTION-FANZINES IN DER DDR

Wolfgang Both, Hans-Peter Neumann und Klaus Scheffler sind die Autoren der illustrierten Bibliographie  "Science Fiction in der DDR: Fanzines" . Es handelt sich um einen Ergänzungsband zu Hans-Peter Neumanns "Großen illustrierten Bibliographie der Science Fiction in der DDR". (IG)


 
02.04.2010: ANDYCON IN BERLIN AM 24./25. APRIL IN BERLIN IM ZEISS-GROSSPLANETARIUM

Der Berliner SF-Club Andymon ist im Februar 25 Jahre alt geworden und nimmt dies zum Anlass, wieder einmal einen Con auszurichten. Stargast ist der russische Autor Dmitry Glukhovsky ("Metro 2033" und "Metro 2034"). Schauen Sie sich doch einmal die ANDYCON-Homepage an. (IG)


 
19.02.2010: STRUGAZKI-WERKAUSGABE AUCH IN LIEBHABER-EDITION

Der von Hannes Riffel zum 01.01.2010 gegründete Golkonda-Verlag bietet die 6 Bände der bei Heyne erscheinenden Strugazki-Werkausgabe [Rezension zu Bd. 1] in einer auf 222 Exemplare limitierten und numerierten Hardcover-Edition an. Gegenwärtig sind Vorbestellungen zu Subskriptionspreis möglich.


 
02.10.2009: NEUES BUCH VON CARLOS RASCH

Carlos Rasch hat sich in der DDR mit Büchern wie "Der blaue Planet" (1963), "Krakentang" (C. 1968) und "Magma am Himmel" (1975) einen Namen als SF-Autor gemacht. Letzte einschlägige Veröffentlichungen waren die Hefterzählung "Vikonda" (1986) und der Textteil des Bilderbuches "Der verlorene Glühstein" (1988). Im September ist nach mehr als zwanzig Jahren im Projekte-Verlag unter dem Titel "Zurück zum Erdenballwieder ein neues Buch von ihm erschienen, das zudem nur den Auftakt einer ganzen Reihe mit dem Titel "Raumlotsen" darstellt. Die Reihe soll größtenteils erstmals veröffentlichte Erzählungen, aber auch neun Überarbeitungen älterer Texte beinhalten.


 
 
13.03.2009: JEFREMOW-ROMAN IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG
Wohl jedem, der sich auch nur ein wenig mit der wissenschaftlichen Phantastik der Sowjetunion beschäftigt hat, ist der Name Iwan Jefremow (1907-1972) ein Begriff. Der Beginn der Zeitschriftenveröffentlichung seines Romans "Das Mädchen aus dem All" (1957/58) fiel mit dem Beginn des Raumfahrtzeitalters zusammen, und der Roman markierte für die sowjetische Science Fiction den Beginn einer neuen Etappe, in der die bis dahin vorherrschende Nah-Phantastik um Verbesserungen in der sozialistischen Produktion und die Abwehr von Spionen und Saboteuren allmählich durch kühnere Zukunftsentwürfe oder zumindest doch kosmische Abenteuer abgelöst wurde. 
      Weniger bekannt ist hierzulande, dass Jefremow noch einen zweiten großen Science-Fiction-Roman geschrieben hat. "Die Stunde des Stiers" erschien 1968 zunächst in einer gekürzten Zeitschriftenfassung und 1970 dann in der umfangreicheren Buchversion. Die Handlung ist 300 Jahre nach "Das Mädchen aus dem All" angesiedelt. Prolog und Epilog zeigen wieder die lichte Zukunftswelt, aber das Augenmerk des durch "Das Mädchen aus dem All" und die Novelle "Das Herz der Schlange" (1959) als so demonstrativ optimistisch bekannt gewordenen Autors liegt diesmal auf einer Dystopie. Im Rückblick werden die Erlebnisse edler irdischer Raumfahrer auf dem Planeten Tormans geschildert. Der Planet wurde vor langer Zeit von kapitalistisch organisierten irdischen Auswanderern besiedelt, und nun finden die allseitig entwickelten Besucher aus der klassenlosen Gesellschaft eine katastrophale soziale und ökologische Situation vor. (Lesern der DDR-SF wurde ein solches Sujet von Johanna und Günter Braun in dem Roman "Unheimliche Erscheinungsformen auf Omega XI" (1974) in spielerisch-grotesker Form präsentiert.) Das Sujet verheißt linientreue antikapitalistische Polemik, und Jefremow scheint dieser Erwartung durchaus gerecht zu werden.
      Um so überraschender mag da das weitere Schicksal dieses Romans erscheinen. Nach der Buch-Erstveröffentlichung in einer Auflage von 200000 Exemplaren fiel er nachträglich der Zensur zum Opfer. Das manifestierte sich nicht allein darin, dass der Roman nunmehr weder zu kaufen noch in den Bibliotheken auszuleihen war, sondern fortan in Publikationen nicht einmal mehr erwähnt werden durfte. Der Status Jefremows als - neben Alexej Tolstoi und etwas kontrovers auch den Strugazkis - Vorzeigeautor der sowjetischen Science Fiction blieb jedoch bestehen, zumal der Schriftsteller und Paläontologe 1972 verstarb und somit keine neuen Probleme von seiner Seite zu erwarten waren. Außer halt dem, dass man keine vollständige Werkausgabe veranstalten konnte. (Es ergab sich die skurrile Situation, dass in den 1975/76 erschienenen und 1980 mit einem Ergänzungsband abgeschlossenen "Gesammelten Werken" nicht nur der Text des geächteten Romans fehlte, sondern jedweder Hinweis auf dessen bloße Existenz. Und das trotz einer in dieser Edition enthaltenen Bibliographie der Werke Jefremows.)
      Warum nun ist "Die Stunde des Stiers" derart in Ungnade gefallen? Ich sehe folgenden Grund dafür. In der Tat polemisiert Jefremow vordergründig gegen den Kapitalismus und - in Übereinstimmung mit der damaligen offiziellen sowjetischen Linie - gegen den kommunistischen Ameisenstaat maoistischer Prägung. Doch aus dem Romankontext herausgelöst würde sich so mancher Kritikpunkt auch ausgezeichnet auf einer dissidentischen Charta ausmachen. Ist der Raubbau an der Natur tatsächlich ein allein dem maroden kapitalistischen System eigenes Problem? Der Eifer, mit dem die Herrscherclique von Tormans die von ihnen unterdrückte Bevölkerung vor systemgefährdenden Informationen von außerhalb des Planeten zu bewahren versucht, wäre der auch unter sowjetischen Verhältnissen denkbar? Nein, dieses Buch war auch durch das beschwichtigende Vorwort, in dem Jefremow mehrfach auf W. I. Lenin verweist, nicht mehr zu retten.
      Die Stunde dieses Buches brach erst mit der Zeit der neuen Offenheit unter Gorbatschow an. Meines Wissens 1988 erschien der Roman erstmals wieder, und seit 1991 ist er in russischer Sprache wohl ständig lieferbar. Von 1988 bis März 2009 sind mindestens 23 unterschiedliche Ausgaben erschienen.
      Und nun liegt "Die Stunde des Stiers", das Pendant zum "Mädchen aus dem All",  schließlich auch in deutscher Übersetzung vor. Dem enthusiastischen Kleinstverleger Gerd-Michael Rose und dem Übersetzer Maxim Knoll ist dies zu verdanken. Die winzige limitierte Auflage besteht aus 50 numerierten Exemplaren. Es handelt sich um Bücher mit festem Einband und einschließlich des Vorwortes von Jefremow und eines Nachwortes von Gerd-Michael Rose je 600 Seiten, und wer eines davon zum Preis von 34.80 € erwerben möchte, der wende sich am besten umgehend an den Verleger. (I. Gloss)
Nachbemerkung v. 25.9.2009: Die limitierte Ausgabe ist ausverkauft, aber eine billigere Ausgabe ist in Vorbereitung.
Nachbemerkung vom 29.01.2010: Neue Ausgabe (Pappband mit SU) für 28.- € ist erschienen und bei Amazon erhältlich.
[Weitere Rezension]   [Gerd Bedszent in "Junge Welt"]   [Artikel von Andreas Reber]

1. Zeile: "Die Stunde des Stiers": Russische EA von 1970 und deutsche Ausgabe
2. Zeile: "Das Mädchen aus dem All" (die wörtliche Übersetzung des Originaltitels lautet "Der Andromeda-Nebel"): links frühe russische Ausgabe von 1964, rechts erste vollständige deutsche Ausgabe von 1965
3. Zeile: beide Romane 2001 in der "Bibliothek der Abenteuer"
4. Zeile: beide Romane 2008 bzw. 2009 in der Reihe "Russische Klassik" und damit buchstäblich in einer Reihe mit Werken von z. B. Puschkin, Tolstoi, Tschechow oder Dostojewski

25.01.2008: BESTANDSKATALOG DER SAMMLUNG HEINZ-JÜRGEN EHRIG
Der bekannte Sammler Heinz-Jürgen Ehrig hat bis zu seinem Tode eine riesige SF- und Phantastik-Sammlung zusammengetragen. Marianne Ehrig listet nun alle Bücher und Hefte der Sammlung in einem entsprechend riesigen Katalog auf, der aus jeweils 64seitigen Teilbänden besteht. Jedem Teilband liegt eine CD mit Umschlag- und Einbandbildern aller im jeweiligen Band aufgeführten Publikationen bei. Nun liegt der 5. Teilband vor. [Mehr dazu]

14.12.2007: NEUER ROMAN VON ROLF KROHN
Als Gemeinschaftsproduktion von Edition SOLAR-X und TeS ist das Buch "Mord für die Macht" erschienen. Wie schon bei "Das Labyrinth von Kalliste" und "Vier Säcke Silber" handelt es sich um einen historischen Kriminalroman mit Atlantisbezug. [Homepage von Rolf Krohn]

   22.09.2006: SERGEJ SNEGOWS "MENSCHEN WIE GÖTTER" WIEDER AUFGELEGT
Die dreiteilige Space Opera ist in der Reihe "Spannend erzählt" des Verlages Neues Leben als gebundene Ausgabe für 16.90 € erschienen. [Nachtrag vom 01.01.2010: Diese Ausgabe kostet inzwischen nur noch 9.90 €.]

18.06.2006: "DIE RÜCKKEHR DER PHAETONEN" VON GEORGI MARTYNOW
Der im Original 1962 erschienene Abschlussband des Phaetonen-Zyklusses wird nun von der Edition Solar-X und TES in deutscher Erstveröffentlichung präsentiert.

16.12.2005: "PLUTONIEN" WIEDER LIEFERBAR
Der klassische SF-Roman "Plutonien" von Wladimir Obrutschew ist vom Verlag Neues Leben in der Reihe "Spannend erzählt" bereits im August wieder aufgelegt worden. [Verkauf]

09.09.2005: RUSSISCHER SF-ROMAN IN DER EDITION SOLAR-X
In der Edition Solar-X ist der Roman "Rache aus den Sternen" von Juri Petuchow erschienen. [Mehr dazu beim Verlag]

17.06.2005: ZWEI NEUE BÜCHER VON ROLF KROHN
"Das dunkle Bild der Liebe" ist der Titel eines im projekte-verlag erschienenen phantastischen Romans. "Vier Säcke Silber" ist ein historischer Kriminalroman Roman, erschienen in der Edition Solar-X. [Homepage von Rolf Krohn]

18.03.2005: STRUGAZKI-ROMAN IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG
"Die Suche nach der Vorherbestimmung" ist der Titel des 1995 in Rußland und nun bei Klett-Cotta in deutscher Übersetzung von Erik Simon erschienene Roman Boris Strugatzkis.

25.02.2005: SF IN AUSGEWÄHLTEN SOWJETISCHEN ZEITSCHRIFTEN 1957 - 1965
Dies ist der Untersuchungsgegenstand des bereits 2003 im Verlag Peter Lang erschienenen Buches "Die Erfindung des Kosmos" von Matthias Schwartz. Die 200 Seiten starke Broschüre kostet 39.- Euro.

10.12.2004: STRUGAZKI-ERZÄHLUNG IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG ONLINE
Das Online-Magazin "Alien Contact" präsentiert in seiner Ausgabe 63 die frühe Strugazki-Erzählung "Sandfieber".

29.10.2004: HISTORISCHE ERZÄHLUNG VON IWAN JEFREMOW IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG
In der von Gerd-Michael Rose herausgegebenen Reihe TES ist die zur Zeit der Pharaonen spielende Erzählung "Die Reise des Bawardjed" erschienen. Es handelt sich dabei um die Vorgeschichte zum Roman "Das Land aus dem Meeresschaum". Das in Kleinstauflage erschienene Buch (1. Auflage: 25 Exemplare) ist in Halbleinen gebunden, hat einen farbig illustrierten Schutzumschlag und 162 Seiten. Es kostet 14.50 Euro. Bestellungen bitte an G.-M. Rose .. (G.-M. Rose / IG)

24.10.2003: HEINZ-JÜRGEN EHRIG IST TOT
Am 17. Oktober starb plötzlich und unerwartet der bekannte Sammler und Kenner utopisch-phantastischer Literatur. HJE hat die wohl deutschlandweit größte Sammlung auf diesem Gebiet zusammengetragen. [Nachruf v. Hans-Peter Neumann]
["Alien-Contact"-Interview mit HJE von 1997, mit Fotos] [Artikel von HJE: Das namenlose Chaos. Bevor die Science Fiction nach Deutschland kam]

12.09.2003: KIR BULYTSCHOW IST AM 05.09.2003 GESTORBEN
Nachruf

11.07.2003: WILKO MÜLLER JR.: FORTSETZUNG ZU "ZAUBERER DES ALLS"
"Operation Asferas" ist die Fortsetzung des 1990 erschienenen Science-Fantasy-Romans und liegt nun in der "Edition SOLAR-X" erstmalig als Buchausgabe vor. (Müller jr.)

SOLARSTATION russisch04.07.2003: ESCHBACH RUSSISCH
Andreas Eschbachs Roman "Solarstation" ist soeben in russischer Übersetzung im Verlag AST in einer Auflage von 5000 Exemplaren erschienen. (IG)

16.06.2003: ERIK SIMON: MONDMYSTERIEN
Im Mai ist der 2. Band der Erik-Simon-Werkausgabe bei Shayol erschienen. (IG) [Mehr dazu beim Verlag]

16.06.2003: KURD-LASSWITZ-PREIS 2003
Die Preisträger.

17.01.2003: NOVA - NEUES DEUTSCHES SF-MAGAZIN
Nach dem Ende des Magazins "Alien Contact" als Druckmedium und der Einstellung der Anthologien-Serien in der Heyne-SF-Reihe bietet nun das von Ronald M. Hahn, Michael K. Iwoleit und Helmuth W. Mommers herausgegebene Magazin für Science Fiction & Spekulation "Nova" ein Podium für vor allem die deutsche SF-Erzählung. (IG)

01.11.2002: ERIK SIMON: STERNBILDER
Im September ist der 1. Band einer Erik-Simon-Werkausgabe bei Shayol erschienen. (IG) [Verlagsinformation]...[Rezension in Solar-X 150]

04.10.2002: "ZEIT DER STERNSCHNUPPEN" - DEUTSCHSPRACHIGE AUSGABE IN RUSSLAND
Mit Herbert Ziergiebels Roman von 1972 hat der russische Verlag "Menedsher" nach der im Jahr 2000 erschienenen Anthologie "Die Begegnung im Licht" im Jahr 2001 den 2. Band seiner Reihe mit deutscher (bisher ausschließlich DDR-) SF veröffentlicht. Das Taschenbuch hat eine Auflage von 5000 Exemplaren und ist beim Verlag bereits vergriffen. (IG) [Verkauf]...[Zur DDR-Bestenliste]


20.09.2002: ALEXANDER KASANZEW (1906 - 2002)
Am 13.9.2002 ist der russische SF-Autor im Alter von 96 Jahren gestorben. Sein 1941 erschienener erster Roman "Die flammende Insel" gilt vielen bis heute als sein bester. In den 1950er Jahren profilierte Kasanzew sich mit Romanen über technische Großprojekte als namhafter Vertreter und Propagandist der damals in der sowjetischen SF vorherrschenden Nahphantastik ("Die Arktis-Brücke" (1946), "Die Mole 'Nord'" (1952), "Das Eis kehrt zurück" (1964)). Seine zunächst 1946 in Form einer Erzählung formulierte These, dass es sich bei dem Tunguska-Meteor von 1908 um ein Raumschiff gehandelt haben könnte, propagierte Kasanzew gemeinsam mit einem Sammelsurium weiterer vermeintlicher Indizien für außerirdische Besuche auf der Erde auch außerhalb der SF in einer Art, die später Erich von Däniken auszeichnete. Von Kasanzew stammt die literarische Vorlage zu dem sowjetischen SF-Film "Planet der Stürme". In den 1960er Jahren sah der Autor sich angesichts der damaligen stürmischen Entwicklung der SF in der UdSSR ins Abseits gedrängt und agitierte deshalb in der Presse und bei den Verlagen gegen die bei den Lesern beliebteren Autoren wie die Strugazkis, indem er sie in Gegensatz zur Linie der Partei zu stellen versuchte. In den 1970er Jahren hatte sich die Verlagssituation wieder zugunsten Kasanzews entwickelt. Seine nun veröffentlichten Romane "Stärker als die Zeit" (1973), "Auf drei Planeten" (1974) und "Die Kuppel der Hoffnung" (1980) sind in deutscher Übersetzung im Heyne-Verlag erschienen. In der DDR nahm sich der Verlag Neues Leben Kasanzews pseudohistorischer Romane "Schärfer als Degen" (1981/82, keine SF) und "Der Nachfahre der Himmelssöhne" (1985) an. Kasanzew war auch in hohem Alter noch schriftstellerisch aktiv: In den 1990er Jahren erschienen die in einer kommunistischen Zukunft angesiedelte Trilogie "Das Geheimnis der Null", "Don Quijotes des Weltalls" und "Tausend Jahre später" und die Dilogie "Fremdwelten" (1997). Nach der historisch-phantastischen Dilogie "Der Stern des Nostradamus" (2000) folgte dann im Jahre 2001 noch der gemeinsam mit seinem Enkel Nikita Kasanzew verfasste zweibändige autobiographische Roman "Der Phantast" (siehe Abbildungen). (IG/RuSF) [Foto und russischer Nachruf]

16.08.2002: ARKADI & BORIS STRUGATZKI: DAS EXPERIMENT
Bereits seit einigen Wochen erhältlich ist dieses in der 2. Staffel der Heyne-SF-Jubiläums-Edition (Meisterwerke der SF) erschienene Taschenbuch. Es handelt sich dabei um den 1992 bereits bei Ullstein unter dem Titel "Die Stadt der Verdammten" erschienenen Roman, hier allerdings in durch Erik Simon ergänzter und überarbeiteter Übersetzung und mit einem Vorwort von Karlheinz Steinmüller, einem Nachwort von Boris Strugazki zur Entstehung des Romanes und einem weiteren Nachwort von Erik Simon. (IG)  [Titel-Vettern]...[Rezension und Titelbild in Solar-X 151]...[Rezension und Bild in Alien Contact 49]

12.07.2002: NEUER ALEXANDER KRÖGER
"Chimären" lautet der Titel von Alexander Krögers neuestem Roman. Außerdem erschien "Die Telesaltmission", eine überarbeitete Fassung von "Der Untergang der Telesalt" aus dem Jahr 1989. (IG) [Kröger-Vertrieb]

28.06.2002: KURD-LASSWITZ-PREIS 2002
Hier sind die Ergebnisse.

10.05.2002: BUCH ÜBER SCHWEDISCHE SF
"Schwedische 'Social Fiction'" ist der Titel von Ulrike Noltes nunmehr als Buch vorliegender Doktorarbeit. [mehr]

26.04.2002: TUSCHEL, JEFREMOW UND ANONYMES
Folgende Neuerscheinungen in kleinster Auflage hat Gerd-Michael Rose in seiner Reihe TES zu vermelden:
-Karl-Heinz Tuschel: Balance am Rande des Todes. SF-Roman. Leinen, farb. ill. SU, 284 S., 19.50 € (Dieser Privatdruck ist die erste Buchveröffentlichung des bislang nur als e-book erhältlich gewesenen Romanes)
-Iwan Jefremow: Das Geheimnis der Hellenen. (C). Leinen, ill. SU, 120 S., mit Ill., 12.50 € (enthält in deutscher Erstveröffentlichung die beiden SF-Geschichten "Eine Begegnung über der Tuscarora" und "Das Geheimnis der Hellenen" sowie als Nachdruck die 1954 in einer Illustrierten veröffentlichte Abenteuererzählung "Die Höllenflamme")
-"Englands Ende in der Schlacht bei Dorking". Pappband mit Kunstlederrücken, 104 S., 1 Karte, 14.- € (Reprint der deutschen Ausgabe von 1879)
Es gibt von allen Titeln wohl auch andere Ausstattungsvarianten mit abweichenden Preisen.
Näheres bei: Gerd-Michael Rose, Scharnhorststr. 36, 99099 Erfurt (Tel.: 0361/4230055)

19.04.2002: NEUES BUCH VON ROLF KROHN
"Am Tor der Zeit" heißt das neue Buch von Rolf Krohn. Es enthält neun phantastische Erzählungen, kostet 12 Euro und ist soeben im Heiko-Richter-Verlag erschienen. (R. Krohn/IG)  [Mehr dazu auf der Seite des Autors]

12.04.2002: DER "GROSSE NEUMANN" IST RAUS (UND EIN KLEINER AUCH)
Hans-Peter Neumanns "Große illustrierte Bibliographie der Science Fiction in der DDR" ist nun lieferbar. Das Buch umfasst mehrere Seiten (insgesamt 1064) und noch mehr Abbildungen. Wenn Sie zum Beispiel schon immer mal wissen wollten, wie das Buch "Gebannte Schatten" von Franz Storch aussieht - hier können Sie sich einen Eindruck davon verschaffen. Und für den Sammler auf Reisen, der sich in einem Antiquariat fern des heimatlichen Bücherregals momentan unsicher ist, ob er den Storch nun schon hat oder doch noch nicht, gibt's als Ergänzung die schmale Broschüre "Science Fiction in der DDR. Eigenständige Publikationen" zum Abhaken und Mitnehmen. (IG) [Mehr dazu]

12.04.2002: "BÄRZIN" 25 - AUSGEZEICHNETE JUBILÄUMS-AUSGABE
Das von dem bekannten Groß-Sammler Heinz-Jürgen Ehrig herausgegebene kleinauflagige Magazin bietet seit jeher eine Mischung aus Artikeln über vorzugsweise ältere SF und Phantastik, für Sammler interessanten Informationen und Veranstaltungshinweisen und -berichten aus Berlin und Brandenburg. Mit der erst nach der Nr. 26 erschienenen Jubiläums-Nummer 25 ist dem Herausgeber nun ein besonderes Glanzstück gelungen. Das Heft konzentriert sich diesmal völlig auf Artikel und bietet zum üblichen Preis von 1.50 Euro ein farbiges Titelbild, den doppelten Umfang (64 S.) und diesmal besonders viele Abbildungen. Wolfgang Both widmet sich auf 26 Seiten und mit zahlreichen Abbildungen dem Thema "Science Fiction im deutschen Zeitungsroman" der 20er und 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. "Wieso denn Kasanzew?" ist ein interessantes Gespräch zwischen Hans-Peter Neumann und Erik Simon betitelt, in dem letzterer Auskunft darüber gibt, wie in den DDR-Verlagen die Auswahl osteuropäischer SF vor sich ging. Rainer Domke stellt das Jugendbuch "Planetenflieger" (1935) von Nikolaus Reitter vor, Marianne Sydow steuert mit "Bis ans Ende der Zeit" einen Wissenschaftsartikel bei, und außerdem gibt es eine zeitgenössische Rezension zu Otto Flakes Roman "Horns Ring" (1916) und den Hinweis auf eine gedruckte, aber vor Veröffentlichung wieder eingestampfte Urfassung des Romans unter dem Titel "Der schwarze Ring" aus dem Jahr 1914. Ein wirklich empfehlenswertes Heft. (IG) Telefon-Nr. des Herausgebers (12.00 bis 22.00 Uhr): 033830-61381["Bärzin" bei epilog]

11.01.2002: WADIM SCHEFNER (1915-2002)
Am 5. Januar ist Wadim Schefner in St. Petersburg verstorben. Der Autor, der sich bereits als Lyriker einen Namen gemacht hatte, war ab 1963 auch mit vorzugsweise heiteren Science-Fiction-Erzählungen hervorgetreten. Neben einigen verstreuten Erzählungen liegen auf Deutsch der Auswahlband "Bescheidene Genies" (Vlg. Das Neue Berlin 1988 und Suhrkamp 1990) und die längere utopische Erzählung "Das Mädchen am Abhang"  vor. Als Schefners Hauptwerk im Genre gilt der bislang nicht ins Deutsche übertragene Roman "Die Hütte des Schuldners" (1982/1983). (IG/RusF) [Artikel von Tom Appleton]


21.12.2001: "QUARBER MERKUR"  93/94 MIT STRUGAZKI-SCHWERPUNKT
Auf mehr als einem Drittel der insgesamt 302 Seiten der aktuellen Ausgabe von Franz Rottensteiners vormals unillustrierter Literaturzeitschrift für Science Fiction und Phantastik geht es um die Strugazkis. Da ist zunächst einmal die auf 30 Seiten angewachsene stark erweiterte Fassung von Erik Simons Artikel "Das Strugazki-Politikum" über politische und verlagspolitische Aspekte der Veröffentlichung oder Nichtveröffentlichung des Schaffens der Strugazkis in der Sowjetunion. Aus dem Russischen übersetzte deutsche Erstveröffentlichungen sind die beiden Beiträge von Mark Amusin und Oleg Schestopalow. 40 Seiten stark ist die aktuelle Bibliographie "Arkadi und Boris Strugazki im deutschen Sprachraum" von Hans-Peter Neumann, Erik Simon und mir. Sie enthält nicht nur die SF der Brüder, sondern u.a. auch die deutschsprachige Sekundärliteratur über sie einschließlich Rezensionen und sogar eine Liste der der deutschen Veröffentlichung noch harrenden Texte der beiden Autoren. Im Rezensionsteil bespricht Erik Simon dann noch einige russische Bücher über die Strugazkis. (IG) Preis: 15.50 €  [Mehr dazu]

30.11.2001 TSCHAJANOWS VERHÖRPROTOKOLLE
Alexander Tschajanow (1888-1937) ist der Autor des SF-Textes "Reise meines Bruders Alexej ins Land der bäuerlichen Utopie" (1920, dt. 1981). Hauptberuflich war er aber Agrarwissenschaftler. Und deshalb ist es das Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa, das in seiner Reihe "Studies on the Agricultural and Food Sector in Central and Eastern Europe" den von Eberhard Schulze herausgegebenen und übersetzten Band "Alexander Wasiljewitsch Tschajanow - die Tragödie eines großen Agrarökonomen" publiziert. Kernstück der knapp 200 Seiten starken Broschüre sind die Verhörprotokolle Tschajanows, der in den 1930er Jahren zu den zahlreichen Opfern der Stalinschen Repressionen gehörte und schließlich als angebliches Führungsmitglied einer tatsächlich gar nicht existierenden oppositionellen Partei erschossen wurde. Das Buch dokumentiert die in ihrer Unsinnigkeit heute nur schwer nachvollziehbaren Anschuldigen und Geständnisse und erleichtert dem deutschen Leser den Zugang durch Begleitmaterial wie zum Beispiel ein kommentiertes Verzeichnis der in den Protokollen erwähnten Personen. Damit die ehemals geheimen Protokolle aber nicht zu sehr publik werden, wurde der Preis der schmucklosen Broschüre auf 77.- DM festgesetzt. (IG)  [Sie wollen sie dennoch haben?]

28.09.2001 DEUTSCHE POST SCHWACHSINNIG? "SOLAR-X" AM ENDE?
Der Tarif "Büchersendung" der Deutschen Post ist keine so ganz triviale Sache. Genießen Sie die Argumentation eines diesbezüglichen Experten der Post zu der Frage, ob das Hallenser Magazin "SOLAR-X" die Tarifvoraussetzungen erfüllt! (IG)

24.08.2001 ALEXANDER MIRER (1927-2001)
Der deutsche Leser wird allenfalls seine frühe Erzählung "Das Obsidianmesser" (in "Fenster zur Unendlichkeit") kennen. Seine SF-Texte lassen sich in zwei Büchern unterbringen, und doch gelang es Alexander Mirer, sich mit diesem relativ kleinen Schaffen einen nachhaltig guten Ruf unter den SF-Freunden in seiner Heimat zu verschaffen. Mirer hat unter anderem als Chefkonstrukteur im Allunionsinstitut für elektrothermische Anlagen gearbeitet. 1965 debütierte er mit der Novelle "Das wird ein schöner Tag!" in der SF, erste Buchveröffentlichung war 1968 die an Kinder adressierte SF-Novelle "Unterseeboot 'Blauer Wal'". Bis heute in Erinnerung blieb der 1969 nur stark gekürzt in einer Zeitschrift veröffentlichte Parallelweltroman "Ich habe neun Leben", der erst 1990 seine Buchpublikation erlebte und erst 1995 in der fast doppelt so umfangreichen Originalfassung erschien. Mirers zweiter wichtiger Beitrag zur sowjetischen SF war das 1976 erschienene aktionsreiche Jugendbuch "Das Haus des Wanderes", eine Kombination aus Invasionsroman und Antiutopie. Auch hier war die Aufnahme bei der Leserschaft ganz hervorragend. A. Strugazki lobte den Roman als "eines der besten SF-Bücher für Heranwachsende". Die offizielle Kritik jedoch war vernichtend. Mirer sah für seine SF keine Veröffentlichkeitsmöglichkeit mehr (auch seine bisherigen Texte wurden nicht nachgedruckt) und wechselte zur Literaturkritik, wo er sich unter anderem mit Bulgakow und den Strugazkis beschäftigte. 1991 wurde er Redakteur bei einem Verlag, der auch viel SF bringt. 1998 gab es nach langer Pause dann doch noch einmal einen neuen SF-Roman von Mirer. In "Verrazano Bridge" geht es um eine Erfindung, die den Verbrennungsmotor überflüssig macht. Alexander Mirer verstarb am 18. Juli. (IG)

13.07.2001 ABGEMAHNTE NEWSLETTER-ANBIETER BRAUCHEN NICHT ZAHLEN
(Siehe vorige Woche) Die "Gesellschaft zum Schutz privater Daten in elektronischen Informations- und Kommunikationsdiensten e.V." trägt die durch ihre Abmahnungen entstandenen Anwaltskosten selbst. Mehr dazu beim Heise-Vlg. und bei www.advograf.de. (SF-Fan)

06.07.2001 ABMAHNUNGEN AN NEWSLETTER-ANBIETER
Eine erst vor kurzem gegründete "Gesellschaft zum Schutz privater Daten in elektronischen Informations- und Kommunikationsdiensten e.V." (GSDI) lässt Unterlassungserklärungen samt Kostenbescheid über 1.286.21 DM an Anbieter kostenloser e-mail-Newsletter verschicken. Betroffen sind auch SF-Info-Dienste wie Florian Breitsameters "SF-Fan". Bemängelt wird ein Verstoß gegen das Teledienstedatenschutzgesetz durch Abfrage von weiteren Daten wie z. B. des Namens neben der e-mail-Adresse. Speziell kleinere der betroffenen Anbieter weisen darauf hin, dass sie vor der Abmahnung in keiner Weise kontaktiert und auf die Problematik hingewiesen worden seien. Dies erwecke den Eindruck, dass es dem Verein nicht nur um den Verbraucherschutz, sondern nicht zuletzt vielleicht auch ein klein wenig ums Kassieren ginge. Verschickt werden die Abmahnungen durch die Anwaltskanzlei Klinkert und Kollegen in Hannover. Betroffene aus dem SF-Bereich können sich beim "Förderverein Phantastika Raum & Zeit e.V" melden, der eine Unterstützungssammlung im Fandom plant. (SF-Fan/Heise-Vlg.)

06.07.2001 SF-HEFT DER ZEITSCHRIFT "FREMDSPRACHENUNTERRICHT"
Die noch lieferbare Nr. 1/2001 der o.g. Zeitschrift ist ein Beiträgen über Science Fiction gewidmetes Sonderheft. Neben Beiträgen zur Arbeit mit einzelnen Texten im Unterricht finden sich auch Überblicke zur Genreliteratur in Russland, Frankreich, Kanada, zur anglo-amerikanischen und spanischsprachigen SF und Artikel zu einzelnen Autoren aus Italien und Belgien. Das Heft im A 4-Format ist 80 Seiten stark und kostet 19.- DM (IG)  [Bestellmöglichkeit]

08.06.2001 VIKTOR KOLUPAJEW IST TOT
Kolupajews Beitrag zur SF und Phantastik besteht in erster Linie aus Erzählungen, die in seinen Büchern "Was einem doch so passieren kann!" (1972), "Die Schaukel des Eremiten" (1974), "Fahrkarte in die Kindheit" (1977), "Wozu hat der Mensch gelebt?" (1982), "Der singende Wald" (1984), "Das siebente Modell" (1985) und "Der Frühling der Welt" (1986) versammelt sind. Kolupajews SF ist oft sehr lyrisch, jedoch verstand sich der 1936 geborene sibirische Autor auch auf die naturwissenschaftlich akzentuierte Spielart des Genres. Deutsch liegen einige verstreute Erzählungen in Anthologien (u.a. in "Lichtspruch nach Tau", "Das elektronische Glück", "Fenster zur Unendlichkeit", "Der Weg zur Amalthea" und im "SF-Story-Reader 10") und Zeitschriften vor, vor allem aber der 1977 in der DDR erschienene Band "Die Schaukel des Eremiten". Viktor Kolupajew verstarb am 4. Juni. (IG/S. Bereshnoi)

08.06.2001 GEORGI SCHACH GESTORBEN
Am 15. Mai ist Georgi Schachnasarow gestorben. Der 1924 geborene Politologe und Futurologe hat unter dem Pseudonym Georgi Schach in den 70er und 80er Jahren SF veröffentlicht. Von ihm stammen der Roman "Die traurigste Geschichte der Welt..." (1984) und beiden Sammelbände "Und die Bäume wie Reiter..." (1986) und "Das allessehende Auge" (1989). Deutsch liegt von ihm die sehr empfehlenswerte Erzählung "Und die Bäume wie Reiter..." in der Zeitschrift "Sowjetlitatur" Nr. 12/1987 vor [Verkauf]. Von 1988 bis 1991 war Schachnasarow Berater von Michail Gorbatschow. (IG/S. Bereshnoi)

08.06.2001 NOCH EINMAL GERHARD BRANSTNER
Am 5.5.2000 hatte ich auf dieser Seite vermeldet, dass der SF-Autor aus der PDS ausgeschlossen worden ist. Komplett ist die Meldung aber erst mit dem Hinweis darauf, dass diese Entscheidung der Berliner Landesschiedskommission der PDS am 24.6.2000 durch die Bundesschiedskommission aufgehoben wurde. Er ist also doch noch drin. (IG) [Dokumentation des Falles bei "Kalaschnikow"]...[Zum 70. Geburtstag Branstners]...[Zitate aus Branstner-Texten]...[SF von Branstner zu verkaufen]

30.03.2001 MICHAEL MARRAK FRANZÖSISCH, ITALIENISCH UND DÄNISCH
Von Michael Marraks 2000 im Shayol-Verlag erschienenen Roman "Lord Gamma" sind französische und italienische Übersetzungen in Arbeit. Auch kürzere Marrak-Texte werden noch 2001 in den genannten Ländern sowie in Dänemark in Magazinen bzw. Anthologien veröffentlich werden. (SF-Fan) [Marrak über "Lord Gamma"]

23.03.2001 CARL GRUNERTS VERSTREUTE SF NUN GESAMMELT
Fünf SF-Geschichten, die in keinem der vier zu Lebzeiten Grunerts (1865-1918) erschienenen Autorenbände enthalten sind, hat Gerd-Michael Rose nun für den von ihm herausgegebenen Band "Die Maschine des Theodulos Energeios" aus diversen alten Jahrbüchern zusammengetragen. Es handelt sich somit um eine erweiterte Ausgabe des früheren, ebenfalls von G.-M. Rose zusammengestellten Bandes "Der schreibende Affe". Die 124 Seiten kosten in Halbleinen gebunden incl. Versand 29.50 DM. Da die Auflage nur sehr klein ist, sollten Interessenten mit ihrer Bestellung nicht allzu lange zaudern. Bezug: Gerd-Michael Rose, Scharnhorststr. 36, 99099 Erfurt. (G.-M. Rose/IG)

16.03.2001 BERND ULBRICH LIEST IN BERLIN
Der Autor, der durch seine beiden gelungenen Erzählungsbände "Der unsichtbare Kreis" und "Störgröße M"  (Verkauf) den SF-Lesern aus der DDR noch in guter Erinnerung sein dürfte, liest am 21. März um 20.00 Uhr im Planetarium am Insulaner der Wilhelm-Foerster-Sternwarte e.V. (Munsterdamm 90, 12169 Berlin-Schöneberg). Der Eintrittspreis beträgt 9.- DM bzw. 6.- DM. Oder 0.- DM: 3 x 2 Freikarten gibt es für die ersten drei Anrufer, die sich ab Montag, dem 19.3., unter der Tel.-Nr. 030/79 00 93-66 unter Bezug auf diese Homepage melden. [Mehr zur Veranstaltung]  (J. Rose/IG)

09.03.2001 "MENSCHEN WIE GÖTTER" WIEDER LIEFERBAR
Der Verlag "Das Neue Berlin" hat in einer einbändigen Broschurausgabe Sergej Snegows dreiteilige Space Opera "Menschen wie Götter" wiederveröffentlicht. Leider wendet er sich mit der Verlagswerbung an solche Gemüter, die sich mit dem  Wort "Kultbuch" ködern lassen. Sei's drum: 29.80 DM kostet das große Weltraumabenteuer. (G.-M. Rose/IG)

23.02.2001 DEUTSCHE SF IN RUSSLAND
Der Moskauer Verlag "Menedsher" veröffentlichte im Jahr 2000 für Sprachstudenten und Freunde der deutschen Sprache eine 256 Seiten starke originalsprachige Anthologie deutscher SF mit dem Titel "Die Begegnung im Licht". (IG)

23.02.2001 PELEWIN ERHIELT SCHÖNFELD-PREIS
Am 14. Februar erhielt der russische Autor Viktor Pelewin in Hamburg den Richard-Schönfeld-Literaturpreis in Würdigung seiner Verdienste auf dem Gebiet der literarischen Satire überreicht. Die russische Zeitung "Kommersant" kommentiert dies übrigens mit Verwunderung, da sowohl die beiden Romane "Buddhas kleiner Finger"(Volk und Welt 1999/Ullstein 2000) und  "Generation P"(Volk und Welt 2000), auf die sich die Begründung im wesentlichen stützt, als auch der Autor selbst eher finsteren Charakters seien. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 DM verbunden. Für Freunde schräger SF ist insbesondere Pelewins Kurzroman "Omon hinterm Mond"(Reclam 1994) interessant. Bemerkenswerte Phantastik enthält der Erzählungsband "Die Entstehung der Arten"(Reclam 1996). Außerdem liegt deutsch der Roman "Das Leben der Insekten"(Reclam 1997/2000) vor. ("Kommersant" v. 15.2.01/IG)

16.02.2001 VERGLEICHENDE REZENSION DER DDR-BIBLIOGRAPHIEN
Als Nachtrag zu der Meldung vom 02.02.2001 über die beiden DDR-Bibliographien von O.R. Spittel bzw. H.-P. Neumann soll hier auf eine erste vergleichende Rezension der beiden Bücher hingewiesen werden, die in SOLAR-X 135 erscheinen wird. (IG)

09.02.2001 SF VON ANDREAS GRUBER FÜR ENGLÄNDER
Die Kurzgeschichte "Das Planspiel" von Andreas Gruber, die im November 1999 als "Story des Monats" bei SF-Fan.de (www.sf-stories.de) erschien, wird im Deutsch-Lesebuch für englische Studenten "Neue Aussichten: Ziele - Student Books" des Londoner Buchverlags Hodder & Stoughton enthalten sein (Erscheinungstermin: Juli 2001). Die SF-Kurzgeschichte des österreichischen Autors kann man übrigens auch jetzt noch kostenlos unter www.sf-stories.de downloaden (als druckfertiges PDF-File). Näheres zu Andreas Gruber erfährt man auf seiner Homepage. (Gruber/SF-Infodienst)

02.02.2001 ZWEI BIBLIOGRAPHIEN DER SF IN DER DDR
Bereits erschienen ist Olaf R. Spittels Bibliographie "Science Fiction in der DDR", mit der er seine aus den "Lichtjahr"-Almanachen Nr. 2 bis 6 bekannten Teilbibliographien zusammengefasst, überarbeitet und bis 1990 fortgeführt präsentiert (Verlag 28 Eichen, Barnstorf 2000. Broschur, 236 S., 43,- DM, ISBN 3-8311-0691-6).
    Noch umfassender, detailierter, anders aufgebaut und - nicht zuletzt - exzessiv bebildert wird ein im Sommer erscheinender Wälzer sein, für den Hans-Peter Neumann verantwortlich zeichnet, der u.a. durch sein Buch "Die Bibliographie der DDR-Science-Fiction" (1996) und seine Bibliographien im "Lichtjahr 7" bekannt ist. Ab sofort ist sie zu einem speziellen Subskriptionspreis vorbestellbar, die "Große illustrierte Bibliographie der Science Fiction in der DDR" (Spittel/Neumann/IG)

26.01.2001 NEUES BUCH VON ROLF KROHN
Inzwischen liegt mir Rolf Krohns neuer Band mit SF und Phantastik vor, der den Titel "Schatten über der Saale" trägt und 2000 im Heiko Richter Vlg. in Halle erschienen ist. Eine Rezension dazu von G. Barnewald findet sich in SOLAR-X 136. (232 Seiten, Broschur, 19.80 DM, ISBN 3-9805826-5-5) (IG)

26.01.2001 "DAS JAHR DES KOMMUNISMUS"
Lesen Sie - insbesondere, wenn Sie einmal DDR-Bürger gewesen sind - Peter Schünemanns reizende kleine Alternativweltgeschichte in SOLAR-X 133.

12.01.2001 SF-ROMAN VON VLADIMIR SOROKIN
Bei DuMont ist Sorokins Roman "Der himmelblaue Speck" erschienen, in dem Klassiker der russischen Literatur geklont werden. Das gebundene Buch kostet 48,- DM. Mehr dazu (Steinmüller/IG) Weitere Links zu diesem Buch: [Russischer Volltext]...[Kurzrez. bei Amazon]...[Rez. in der "NZZ" v. 17.10.2000]...[Rez. in "Die Zeit" 46/2000]...[Rez. aus "Frankfurter Rundschau" v. 16./17.9.2000 bei Schreibheft.de]...[Bild Sorokins]...[Rez. bei Spiegel Online v. 11.9.00]...[I. Timakow über das Phänomen Sorokin]

22.12.2000 LJUBOW LUKINA & JEWGENI LUKIN
Das russische Autorenpaar ist mit seiner Erzählung "Actio =" in der soeben bereits in 2. Auflage im Heyne-Vlg. erschienenen von Erik Simon und Friedel Wahren herausgegebenen Anthologie "Schöne Bescherungen" vertreten. (IG)

15.12.2000 BIBLIOGRAPHIE ALTERNATIVER WELTEN
Vom "Quarber Merkur", Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für SF und Phantastik, ist nunmehr die 300 Seiten starke Doppelnummer 91/92 erschienen. Besonders interessant fand ich diesmal die Seiten 81 bis 168, die eine von Jörg Helbig erstellte Bibliographie von Texten enthält, die alternative Geschichtsverläufe zum Thema haben. In einem kurzen Kommentar ist jeweils angegeben, worin der die Abweichung zu unserer Realität einleitende Wendepunkt besteht. Die Einträge sind nach Kriterien wie Ländern, Personen, historischen Ereignissen oder konkreten Jahren geordnet. Schade ist lediglich, dass sich die Bibliographie auf in englischer Sprache erschienene Texte beschränkt. (IG)

13.10.2000 DEUTSCHE SF CHINESISCH
Ende September ist in China eine Anthologie mit 14 SF-Geschichten deutscher Autoren erschienen. Vertreten sind u.a. Michael Marrak (mit  "Astrosapiens" und "Wiedergänger"), Andreas Melzer, Gert Prokop, Helmut Routschek (Alexander Kröger), Ralph Sander und Simon Zwystein (Erik Simon und Angela und Karlheinz Steinmüller). (M. Marrak/SF-Infodienst)

06.10.2000 MARIANNE GRUBER RUSSISCH
Bereits 1995 erschien Marianne Grubers phantastischer Roman "Zwischenstation" (Suhrkamp 1988) in russischer Übersetzung. (IG)

07.07.2000 NEUER ROMAN VON KLAUS FRÜHAUF
"Die Stadt der tausend Augen" [sie müssen auf der gelinkten Seite etwas scrollen] heißt das kürzlich erschienene Buch. Der H & F-Verlag eröffnet damit eine SF-Reihe, in der auch Bücher von anderen aus der DDR bekannten Autoren wie Karl-Heinz Tuschel und Klaus Möckel erscheinen sollen. (SF-Infodienst - hier gibt es es auch eine Rezension/IG)

23.06.2000 BULGARISCHER SF-ROMAN DEUTSCH
Michael Falkenstein machte mich freundlicherweise auf das SF-Book on Demand "Provinz 5" von Al Vickers aufmerksam. Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich der bulgarische Autor und Herausgeber Alexander Popow. Das Jahr der Originalveröffentlichung kann ich Ihnen zwar nicht angeben, jedoch erschien der Roman 1991 bereits in russischer Sprache. (IG)

09.06.2000 DEUTSCHE SF IN RUSSLAND
Bei meinem gestrigen Besuch in einer russischen Buchhandlung wurde mir einmal wieder bewusst, welcher Autor die deutsche SF in Russland repräsentiert: Von zwei Dutzend Titeln einer auf Action-SF spezialisierten Reihe stammte die Mehrzahl natürlich von amerikanischen Autoren, nur einer von einem Russen, immerhin 6 aber von Wolfgang Hohlbein: Charity 1-3 [zur Chronologie], 2 weitere SF- und ein Fantasy-Buch. Außerdem standen noch die Perry Rhodan-Silberbände 1-3 im Regal. (IG) [Informative Fanseite zu Hohlbein]

26.05.2000 GENRICH ALTOW GESTORBEN
Bereits am 24.09.1998 ist der russische SF-Autor Genrich Altow verstorben. Altow war in den 60er Jahren mit einigen Erzählungsbänden voller origineller Ideen-SF in Erscheinung getreten. Einige Werke hat er gemeinsam mit seiner Frau Walentina Shurawljowa veröffentlicht. Auf Deutsch liegt Science Fiction von ihm in dem Erzählungsband "Der Hafen der Steinernen Stürme" (Vlg. Das Neue Berlin 1977, [Verkauf]), in Form einiger Erzählungen in Anthologien sowie in den in Kleinstauflage erschienenen Fanzines SFFF 1 und 3 (1987 bzw. 1988) vor. Unter seinem bürgerlichen Namen Altschuller war Altow auch als Erfinder bekannt. In der DDR ist von ihm ein Buch zur Theorie des Erfindens erschienen. (Hermann Urbanek in Heyne-SF-Jahr 2000/IG) [Porträtfoto]

05.05.2000 SF-AUTOR GERHARD BRANSTNER AUS PDS AUSGESCHLOSSEN
"Berlin: Die PDS hat den Schriftsteller Gerhard Branstner [Buchverkauf] wegen 'grober Verunglimpfung' von Reformpolitikern wie Fraktionschef Gregor Gysi ausgeschlossen. Die Landesschiedskommission habe Branster mit vier zu zwei Stimmen die Mitgliedschaft aberkannt. Dagegen kann Branstner jetzt Einspruch einlegen. Branstner will sein weiteres Vorgehen von der schriftlichen Begründung abhängig machen. Den Rauswurf hatte Michael Brie, Leiter der PDS-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung beantragt." (dpa/Märkische Allgemeine Zeitung v. 2.5.2000)

05.05.2000 SF-STORIES IN SPIELEZEITSCHRIFTEN
Das Computerspiele-Magazin POWER PLAY hat ab der Nr. 1/2000 jeweils eine kurze SF-Erzählung veröffentlicht. Nach einer Battletech-Geschichte waren das dann stets Texte aus der Feder des Magazin-Mitarbeiters Joe Nettelbeck. Nachdem die POWER PLAY mit Ausgabe 4/2000 ihr Erscheinen eingestellt hat, ist Joe Nettelbeck samt der monatlichen SF-Story zum Magazin PC Player gewechselt. (IG)

04.02.2000 ROMANE IN DER WELT VON "MASTER OF ORION"
Der russische Autor Sergej Lukjanenko hat eine Trilogie geschrieben, die im den Freunden von rundenbasierten Computerstrategiespielen wohlbekannten Universum der "Master of Orion"-Serie angesiedelt ist. Die einzelnen Titel lauten "Linija grjos" ("Die Trugbild-Linie"), "Imperatory illjusi" (1998, "Die Herrscher der Illusionen") und "Teni snow" (1998, "Die Schatten der Träume"). (IG)

21.01.2000 RUSSISCHE SF DEUTSCH: ALEXANDER CHARIN
Alexander Charin: Die Offenbarung von Ino. Aufzeichnungen eines Augenzeugen. [ohne Verlags- und Ortsangabe] 1998. Broschur, 62 + 59 Seiten (zweisprachiges Wendebuch), mit ganzseitigen Illustrationen, ISBN 3-932864-29-8, ca. 20,- DM
Ich habe das Buch in der UFO-Buchhandlung Berlin bekommen. Weitere mögliche Ansprechpartner sind der Übersetzer Alexander Wernitz, Britzkestr. 17, 12347 Berlin, Tel./Fax 030/628-441-95 oder der Verlag, der die Druckvorbereitung realisiert hat: Igor Jourist Verlag Hamburg, Tel. 040-21098290, Fax 040-21098293, e-mail jourist@aol.com, Internet www.jourist.de  (IG)

31.12.1999 HARRISONS "TODESWELT"-ZYKLUS UNTER RUSSISCHER BETEILIGUNG FORTGEFÜHRT
Harry Harrison und der Russe Ant Skalandis zeichnen gemeinsam als Autoren für die Bände 4 bis 6 des mit "Die Todeswelt" (1960), "Die Sklavenwelt" (1964) und "Die Barbarenwelt" (1968) begonnen Zyklusses um Jason dinAlt verantwortlich: "Rückkehr auf die Todeswelt" (1998?), "Die Todeswelt gegen die Flibustier" (1998) und "Die Todeswelt und die Geschöpfe aus der Hölle" (1999). Wie in solchen Fällen üblich, kann wohl davon ausgegangen werden, dass der Bekanntere der beiden den Namen und der andere den Text beigesteuert hat, zumal die mir vorliegenden russischen Bände 5 und 6 auch nicht als Übersetzung aus dem Englischen gekennzeichnet sind. (IG)

31.12.1999 "ARCHIVAR DER RUSSISCHEN SF" GESTORBEN
Im März 1999 verstarb Igor Chalymbadsha. Der in Deutschland dem einen oder anderen vielleicht noch als Verfasser der Bibliographien zu Alexander Beljajew (STERN DES OSTENS 3, 1992) und Iwan Jefremow (SDO 4, 1993) erinnerliche 1933 geborene Großsammler hat sich in seinem Heimatland einen Ruf als Bibliograph insbesondere der älteren russischen SF erworben. Der ausgebildete Geologe hat seit 1963 unter den verschiedensten Pseudonymen aber auch mehr als 110 Erzählungen und über 100 Artikel zur Geschichte der SF veröffentlicht. Noch kurz vor seinem Tod hat er sein bio-bibliographisches Lexikon der russisch-sowjetischen SF und Phantastik nach jahrelanger Arbeit fertigstellen können. Er war Koordinator des größten und traditionsreichsten sowjetischen Cons, des alljährlichen "Aelita"-Treffens. Das für das Jahr 2000 als Band 1 der neuen "Bibliothek des STERN DES OSTENS" vorgesehene Bulytschow-Buch "Der einheitliche Wille des gesamten Sowjetvolkes" wird noch einmal eine umfangreiche Bibliographie enthalten, die auf den von Igor Chalymbadsha zusammengetragenen Informationen beruht. (IG)
 
 


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