Nachrichten zur Science Fiction
aus Russland, Ostdeutschland und anderswo
Stand 13.05.2011
Da der STERN
DES OSTENS, das Magazin für russische SF, nun schon seit einigen
Jahren pausiert, soll die Nachrichtenrubrik "Funkkabine" an dieser Stelle
fortgeführt werden.
13.05.2011:
"BunTES
Abenteuer" NOCH BUNTER
Immer "bunter" im Sinne von internationaler
wird das SF-Angebot in der Heftreihe "BunTES Abenteuer". Für 2011
sind angekündigt "Zeitfrakturen" von Frank Roger (Belgien), "Der achte
Tag der Schöpfung" (2 Hefte) von Michael Szameit und "Zehn
hoch dreiundzwanzig" von Achmed Khammas (Syrien).
Ein Heft (32 S. Umfang) kostet 2.00 €
zuzüglich 0.85 € Versand.
[Bestell-Homepage]
14.01.2011:
RUSSISCHE SF IN DER REIHE
"BunTES Abenteuer"
Nach dem Heft 2/2010 (Juri Petuchow: Die
Falle. Zwei SF-Erzählungen) widmet sich die von Gerd-Michael Rose
herausgegebene Heftreihe mit den Nummern 1 und 2/2011 erneut der russischen
SF. Die Hefte enthalten die Erzählungen "Landung auf Pluto" und "Der
Flüchtling" von Wassili Golowatschow. Der hierzulande bisher nur mit
einer einzigen Kurzgeschichte vertreten gewesene Golowatschow ist in seiner
Heimat ein bekannter und produktiver Genre-Autor, der sich vor allem mit
Action-SF-Romanen und Space Operas einen Namen gemacht hat.
Die beiden Hefte zu je 32 S. kosten zusammen
4.00 € zuzüglich 0.85 € Versand.
[Bestell-Homepage]
22.10.2010:
STEINMÜLLER-WERKAUSGABE
BAND 6
Mit "Computerdämmerung" ist im September
der 6. Band der vom Shayol-Verlag veranstalteten und von Hans-Peter Neumann
und Erik Simon herausgegebenen Angela-und Karlheinz-Steinmüller-Werkausgabe
erschienen. Den Hauptanteil dieses Erzählungsbandes machen die Geschichten
aus Karlheinz Steinmüllers Debütband "Der letzte Tag auf der
Venus" (1979) und dem gemeinsamen Band "Windschiefe Geraden" (1984) aus.
Doch auch Besitzern dieser beiden DDR-Bücher bietet "Computerdämmerung"
noch reichlich Neues, da auch mehrere Erstveröffentlichungen und außerdem
bisher nur in Anthologien, Zeitschriften, im Internet oder dem Sachbuch
"Visionen 1900 - 2000 - 2100" veröffentlichte SF-Texte enthalten sind.
Das 292 Seiten starke Paperback kostet
18.90 €. [Amazon]
01.10.2010:
QUARBER
MERKUR 111 WIEDER MIT BEITRÄGEN ÜBER RUSSISCHE SF
Franz Rottensteiners sehr empfehlenswertes
sekundärlitarisches Magazin zur Science Fiction und Phantastik ist
vom Ersten Deutschen Fantasy Club (EDFC) zum Lindenstruth-Verlag gewechselt.
Der Umschlag ist nun nicht mehr EDFC-weiß und die Seiten sind nicht
mehr leihbuchdick, inhaltlich jedoch ist alles beim bewährten alten
geblieben.
Gleich drei Beiträge widmen sich
diesmal der russischen Science Fiction: Alexander Roife schreibt über
die russische SF und Phantastik des Jahres 2005, Erik Simon über die
des Jahres 2008/2009 und Ant Skalandis über die Entstehungsumstände
und Aufnahme bei den Verlagen einiger Werke der Strugazkis.
Weitere Beiträge widmen sich u.a.
Philip K. Dick, Niffenegger, Gibson, dem Film "Metropolis", der Utopie
im Frankreich der Aufklärung, Lovecrafts Erzählung "Der Schatten
aus der Zeit", und wie immer schließt ein Rezensionsteil den Band
ab.
Das 306 Seiten starke Paperback kostet
16 €. [Amazon]
Anmerkung: Im QM 111 wird
in der Rezension eines Sachbuches über SF die dort enthaltene Bemerkung
kritisiert, Willy Ley habe Romane verfasst. Wie ich unlängst erfahren
habe, hat er aber in der Zwischenkriegszeit tatsächlich zumindest
einen SF-Roman geschrieben. Der Roman wurde in Fortsetzungen in einer Zeitung
oder Zeitschrift veröffentlicht. Eine Sammlung der Fortsetzungen befindet
sich in einer Bibliothek in den USA, allerdings ist der Name der Zeitung
oder Zeitschrift nicht ersichtlich. Der Roman soll starke Einflüsse
der Heftreihe "Der Luftpirat" erkennen lassen. Eine Wiederveröffentlichung
in einem deutschen Verlag ist in Vorbereitung. (IG)
30.04.2010:
BIBLIOGRAPHIE
DER SCIENCE-FICTION-FANZINES IN DER DDR
02.04.2010: ANDYCON IN BERLIN AM 24./25.
APRIL IN BERLIN IM ZEISS-GROSSPLANETARIUM
Der Berliner SF-Club Andymon ist im Februar
25 Jahre alt geworden und nimmt dies zum Anlass, wieder einmal einen Con
auszurichten. Stargast ist der russische Autor Dmitry Glukhovsky ("Metro
2033" und "Metro 2034"). Schauen Sie sich doch einmal die ANDYCON-Homepage
an. (IG)
19.02.2010: STRUGAZKI-WERKAUSGABE
AUCH IN LIEBHABER-EDITION
Der von Hannes Riffel zum 01.01.2010 gegründete
Golkonda-Verlag bietet die 6 Bände der bei Heyne
erscheinenden Strugazki-Werkausgabe [Rezension
zu Bd. 1] in einer auf 222 Exemplare limitierten und numerierten Hardcover-Edition
an. Gegenwärtig sind Vorbestellungen zu Subskriptionspreis möglich.
02.10.2009: NEUES BUCH VON
CARLOS RASCH
Carlos Rasch hat sich in der DDR mit Büchern
wie "Der
blaue Planet" (1963), "Krakentang" (C. 1968) und "Magma
am Himmel" (1975) einen Namen als SF-Autor gemacht. Letzte einschlägige
Veröffentlichungen waren die Hefterzählung "Vikonda"
(1986) und der Textteil des Bilderbuches "Der verlorene Glühstein"
(1988). Im September ist nach mehr als zwanzig Jahren im Projekte-Verlag
unter dem Titel "Zurück
zum Erdenball" wieder
ein neues Buch von ihm erschienen, das zudem nur den Auftakt einer ganzen
Reihe mit dem Titel "Raumlotsen" darstellt. Die Reihe soll größtenteils
erstmals veröffentlichte Erzählungen, aber auch neun Überarbeitungen
älterer Texte beinhalten.
13.03.2009:
JEFREMOW-ROMAN
IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG Wohl jedem, der sich auch nur ein wenig
mit der wissenschaftlichen Phantastik der Sowjetunion beschäftigt
hat, ist der Name Iwan Jefremow (1907-1972) ein Begriff. Der Beginn der
Zeitschriftenveröffentlichung seines Romans "Das
Mädchen aus dem All" (1957/58) fiel mit dem Beginn des Raumfahrtzeitalters
zusammen, und der Roman markierte für die sowjetische Science Fiction
den Beginn einer neuen Etappe, in der die bis dahin vorherrschende Nah-Phantastik
um Verbesserungen in der sozialistischen Produktion und die Abwehr von
Spionen und Saboteuren allmählich durch kühnere Zukunftsentwürfe
oder zumindest doch kosmische Abenteuer abgelöst wurde.
Weniger
bekannt ist hierzulande, dass Jefremow noch einen zweiten großen
Science-Fiction-Roman geschrieben hat. "Die Stunde des Stiers" erschien
1968 zunächst in einer gekürzten Zeitschriftenfassung und 1970
dann in der umfangreicheren Buchversion. Die Handlung ist 300 Jahre nach
"Das
Mädchen aus dem All" angesiedelt. Prolog und Epilog zeigen wieder
die lichte Zukunftswelt, aber das Augenmerk des durch "Das Mädchen
aus dem All" und die Novelle "Das Herz der Schlange" (1959)
als so demonstrativ optimistisch bekannt gewordenen Autors liegt diesmal
auf einer Dystopie. Im Rückblick werden die Erlebnisse edler irdischer
Raumfahrer
auf dem Planeten Tormans geschildert. Der Planet wurde vor langer Zeit
von kapitalistisch organisierten irdischen Auswanderern besiedelt, und
nun finden die allseitig entwickelten Besucher aus der klassenlosen Gesellschaft
eine katastrophale soziale und ökologische Situation vor. (Lesern
der DDR-SF wurde ein solches Sujet von Johanna und Günter Braun in
dem Roman "Unheimliche
Erscheinungsformen auf Omega XI" (1974) in spielerisch-grotesker
Form präsentiert.) Das Sujet verheißt linientreue antikapitalistische
Polemik, und Jefremow scheint dieser Erwartung durchaus gerecht zu werden.
Um so überraschender
mag da das weitere Schicksal dieses Romans erscheinen. Nach der Buch-Erstveröffentlichung
in einer Auflage von 200000 Exemplaren fiel er nachträglich der Zensur
zum Opfer. Das manifestierte sich nicht allein darin, dass der Roman nunmehr
weder zu kaufen noch in den Bibliotheken auszuleihen war, sondern fortan
in Publikationen nicht einmal mehr erwähnt werden durfte. Der Status
Jefremows als - neben Alexej Tolstoi und etwas kontrovers auch den Strugazkis
- Vorzeigeautor der sowjetischen Science Fiction blieb jedoch bestehen,
zumal der Schriftsteller und Paläontologe 1972 verstarb und somit
keine neuen Probleme von seiner Seite zu erwarten waren. Außer halt
dem, dass man keine vollständige Werkausgabe veranstalten konnte.
(Es ergab sich die skurrile Situation, dass in den 1975/76 erschienenen
und 1980 mit einem Ergänzungsband abgeschlossenen "Gesammelten Werken"
nicht nur der Text des geächteten Romans fehlte, sondern jedweder
Hinweis auf dessen bloße Existenz. Und das trotz einer in dieser
Edition enthaltenen Bibliographie der Werke Jefremows.)
Warum nun
ist "Die Stunde des Stiers" derart in Ungnade gefallen? Ich sehe
folgenden Grund dafür. In der Tat polemisiert Jefremow vordergründig
gegen den Kapitalismus und - in Übereinstimmung mit der damaligen
offiziellen sowjetischen Linie - gegen den kommunistischen Ameisenstaat
maoistischer Prägung. Doch aus dem Romankontext herausgelöst
würde sich so mancher Kritikpunkt auch ausgezeichnet auf einer dissidentischen
Charta ausmachen. Ist der Raubbau an der Natur tatsächlich ein allein
dem maroden kapitalistischen System eigenes Problem? Der Eifer, mit dem
die Herrscherclique von Tormans die von ihnen unterdrückte Bevölkerung
vor systemgefährdenden Informationen von außerhalb des Planeten
zu bewahren versucht, wäre der auch unter sowjetischen Verhältnissen
denkbar? Nein, dieses Buch war auch durch das beschwichtigende Vorwort,
in dem Jefremow mehrfach auf W. I. Lenin verweist, nicht mehr zu retten.
Die Stunde
dieses Buches brach erst mit der Zeit der neuen Offenheit unter Gorbatschow
an. Meines Wissens 1988 erschien der Roman erstmals wieder, und seit 1991
ist er in russischer Sprache wohl ständig lieferbar. Von 1988 bis
März 2009 sind mindestens 23 unterschiedliche Ausgaben erschienen.
Und nun
liegt "Die Stunde des Stiers", das Pendant zum "Mädchen
aus dem All", schließlich auch in deutscher Übersetzung
vor. Dem enthusiastischen Kleinstverleger Gerd-Michael Rose und dem Übersetzer
Maxim Knoll ist dies zu verdanken. Die winzige limitierte Auflage besteht
aus 50 numerierten Exemplaren. Es handelt sich um Bücher mit festem
Einband und einschließlich des Vorwortes von Jefremow und eines Nachwortes
von Gerd-Michael Rose je 600 Seiten, und wer eines davon zum Preis von
34.80 € erwerben möchte, der wende sich am besten umgehend an
den Verleger. (I. Gloss)
Nachbemerkung v. 25.9.2009:
Die limitierte Ausgabe ist ausverkauft, aber eine billigere Ausgabe ist
in Vorbereitung.
Nachbemerkung
vom 29.01.2010: Neue Ausgabe (Pappband mit SU) für 28.- € ist
erschienen und bei Amazon
erhältlich.
[Weitere
Rezension][Gerd
Bedszent in "Junge Welt"]
1. Zeile: "Die Stunde des
Stiers": Russische EA von 1970 und deutsche Ausgabe
2. Zeile: "Das Mädchen
aus dem All" (die wörtliche Übersetzung des Originaltitels lautet
"Der Andromeda-Nebel"): links frühe russische Ausgabe von 1964, rechts
erste vollständige deutsche Ausgabe von 1965
3. Zeile: beide Romane 2001
in der "Bibliothek der Abenteuer"
4. Zeile: beide Romane 2008
bzw. 2009 in der Reihe "Russische Klassik" und damit buchstäblich
in einer Reihe mit Werken von z. B. Puschkin, Tolstoi, Tschechow oder Dostojewski
25.01.2008:
BESTANDSKATALOG
DER SAMMLUNG HEINZ-JÜRGEN EHRIG Der bekannte Sammler Heinz-Jürgen
Ehrig hat bis zu seinem Tode eine riesige SF- und Phantastik-Sammlung
zusammengetragen. Marianne Ehrig listet nun alle Bücher und Hefte
der Sammlung in einem entsprechend riesigen Katalog auf, der aus jeweils
64seitigen Teilbänden besteht. Jedem Teilband liegt eine CD mit Umschlag-
und Einbandbildern aller im jeweiligen Band aufgeführten Publikationen
bei. Nun liegt der 5. Teilband vor. [Mehr
dazu]
14.12.2007:
NEUER
ROMAN VON ROLF KROHN Als Gemeinschaftsproduktion
von Edition
SOLAR-X und TeS ist das Buch "Mord für die Macht" erschienen.
Wie schon bei "Das Labyrinth von Kalliste" und "Vier Säcke Silber"
handelt es sich um einen historischen Kriminalroman mit Atlantisbezug.
[Homepage
von Rolf Krohn]
22.09.2006: SERGEJ SNEGOWS "MENSCHEN WIE GÖTTER" WIEDER AUFGELEGT Die dreiteilige Space Opera
ist in der Reihe "Spannend erzählt" des Verlages Neues Leben als gebundene
Ausgabe für 16.90 € erschienen. [Nachtrag vom 01.01.2010: Diese
Ausgabe kostet inzwischen nur noch 9.90
€.]
18.06.2006:
"DIE
RÜCKKEHR DER PHAETONEN" VON GEORGI MARTYNOW Der im Original 1962 erschienene
Abschlussband des Phaetonen-Zyklusses wird nun von der Edition
Solar-X und TES in deutscher Erstveröffentlichung präsentiert.
16.12.2005: "PLUTONIEN"
WIEDER LIEFERBAR Der klassische SF-Roman
"Plutonien" von Wladimir Obrutschew ist vom Verlag Neues Leben in der Reihe
"Spannend erzählt" bereits im August wieder aufgelegt worden. [Verkauf]
09.09.2005: RUSSISCHER
SF-ROMAN IN DER EDITION SOLAR-X In der Edition Solar-X ist
der Roman "Rache aus den Sternen" von Juri Petuchow erschienen. [Mehr
dazu beim Verlag]
17.06.2005:
ZWEI
NEUE BÜCHER VON ROLF KROHN "Das dunkle Bild der Liebe"
ist der Titel eines im projekte-verlag
erschienenen phantastischen Romans. "Vier Säcke Silber" ist ein historischer
Kriminalroman Roman, erschienen in der Edition
Solar-X. [Homepage von Rolf
Krohn]
18.03.2005: STRUGAZKI-ROMAN
IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG "Die Suche nach der Vorherbestimmung"
ist der Titel des 1995 in Rußland und nun bei Klett-Cotta in deutscher
Übersetzung von Erik Simon erschienene Roman Boris Strugatzkis.
25.02.2005: SF IN AUSGEWÄHLTEN
SOWJETISCHEN ZEITSCHRIFTEN 1957 - 1965 Dies ist der Untersuchungsgegenstand
des bereits 2003 im Verlag Peter Lang erschienenen Buches "Die Erfindung
des Kosmos" von Matthias Schwartz. Die 200 Seiten starke Broschüre
kostet 39.- Euro.
10.12.2004: STRUGAZKI-ERZÄHLUNG
IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG ONLINE Das Online-Magazin "Alien
Contact" präsentiert in seiner Ausgabe 63 die frühe Strugazki-Erzählung
"Sandfieber".
29.10.2004:
HISTORISCHE
ERZÄHLUNG VON IWAN JEFREMOW IN DEUTSCHER ERSTVERÖFFENTLICHUNG In der von Gerd-Michael
Rose herausgegebenen Reihe TES ist die zur Zeit der Pharaonen spielende
Erzählung "Die Reise des Bawardjed" erschienen. Es handelt sich dabei
um die Vorgeschichte zum Roman "Das Land aus dem Meeresschaum". Das in
Kleinstauflage erschienene Buch (1. Auflage: 25 Exemplare) ist in Halbleinen
gebunden, hat einen farbig illustrierten Schutzumschlag und 162 Seiten.
Es kostet 14.50 Euro. Bestellungen bitte an G.-M.
Rose .. (G.-M. Rose / IG)
12.09.2003: KIR BULYTSCHOW
IST AM 05.09.2003 GESTORBEN Nachruf
11.07.2003: WILKO MÜLLER
JR.: FORTSETZUNG ZU "ZAUBERER DES ALLS" "Operation Asferas" ist
die Fortsetzung des 1990 erschienenen Science-Fantasy-Romans und liegt
nun in der "Edition
SOLAR-X" erstmalig als Buchausgabe vor. (Müller jr.)
04.07.2003:
ESCHBACH
RUSSISCH Andreas Eschbachs Roman
"Solarstation" ist soeben in russischer Übersetzung im Verlag AST
in einer Auflage von 5000 Exemplaren erschienen. (IG)
16.06.2003: ERIK SIMON:
MONDMYSTERIEN Im Mai ist der 2. Band der
Erik-Simon-Werkausgabe bei Shayol erschienen. (IG) [Mehr
dazu beim Verlag]
17.01.2003: NOVA - NEUES
DEUTSCHES SF-MAGAZIN Nach dem Ende des Magazins
"Alien Contact" als Druckmedium und der Einstellung der Anthologien-Serien
in der Heyne-SF-Reihe bietet nun das von Ronald M. Hahn, Michael K. Iwoleit
und Helmuth W. Mommers herausgegebene Magazin für Science Fiction
& Spekulation "Nova" ein Podium
für vor allem die deutsche SF-Erzählung. (IG)
01.11.2002: ERIK SIMON:
STERNBILDER Im September ist der 1.
Band einer Erik-Simon-Werkausgabe bei Shayol erschienen. (IG) [Verlagsinformation]...[Rezension
in Solar-X 150]
04.10.2002:
"ZEIT
DER STERNSCHNUPPEN" - DEUTSCHSPRACHIGE AUSGABE IN RUSSLAND Mit Herbert Ziergiebels
Roman von 1972 hat der russische Verlag "Menedsher" nach der im Jahr 2000
erschienenen Anthologie "Die Begegnung
im Licht" im Jahr 2001 den 2. Band seiner Reihe mit deutscher (bisher
ausschließlich DDR-) SF veröffentlicht. Das Taschenbuch hat
eine Auflage von 5000 Exemplaren und ist beim Verlag bereits vergriffen.
(IG) [Verkauf]...[Zur
DDR-Bestenliste]
20.09.2002:
ALEXANDER
KASANZEW (1906 - 2002) Am 13.9.2002 ist der russische
SF-Autor im Alter von 96 Jahren gestorben. Sein 1941 erschienener erster
Roman "Die flammende Insel" gilt vielen bis heute als sein bester. In den
1950er Jahren profilierte Kasanzew sich mit Romanen über technische
Großprojekte als namhafter Vertreter und Propagandist der damals
in der sowjetischen SF vorherrschenden Nahphantastik ("Die Arktis-Brücke"
(1946), "Die Mole 'Nord'" (1952), "Das Eis kehrt zurück" (1964)).
Seine zunächst 1946 in Form einer Erzählung formulierte These,
dass es sich bei dem Tunguska-Meteor von 1908 um ein Raumschiff gehandelt
haben könnte, propagierte Kasanzew gemeinsam mit einem Sammelsurium
weiterer vermeintlicher Indizien für außerirdische Besuche auf
der Erde auch außerhalb der SF in einer Art, die später Erich
von Däniken auszeichnete. Von Kasanzew stammt die literarische Vorlage
zu dem sowjetischen SF-Film "Planet der Stürme". In den 1960er Jahren
sah der Autor sich angesichts der damaligen stürmischen Entwicklung
der SF in der UdSSR ins Abseits gedrängt und agitierte deshalb in
der Presse und bei den Verlagen gegen die bei den Lesern beliebteren Autoren
wie die Strugazkis, indem er sie in Gegensatz zur Linie der Partei zu stellen
versuchte. In den 1970er Jahren hatte sich die Verlagssituation wieder
zugunsten Kasanzews entwickelt. Seine nun veröffentlichten Romane
"Stärker als die Zeit" (1973), "Auf drei Planeten" (1974) und "Die
Kuppel der Hoffnung" (1980) sind in deutscher Übersetzung im Heyne-Verlag
erschienen. In der DDR nahm sich der Verlag Neues Leben Kasanzews pseudohistorischer
Romane "Schärfer als Degen" (1981/82, keine SF) und "Der Nachfahre
der Himmelssöhne" (1985) an. Kasanzew war auch in hohem Alter noch
schriftstellerisch aktiv: In den 1990er Jahren erschienen die in einer
kommunistischen Zukunft angesiedelte Trilogie "Das Geheimnis der Null",
"Don Quijotes des Weltalls" und "Tausend Jahre später" und die Dilogie
"Fremdwelten" (1997). Nach der historisch-phantastischen Dilogie "Der Stern
des Nostradamus" (2000) folgte dann im Jahre 2001 noch der gemeinsam mit
seinem Enkel Nikita Kasanzew verfasste zweibändige autobiographische
Roman "Der Phantast" (siehe Abbildungen). (IG/RuSF) [Foto
und russischer Nachruf]
16.08.2002: ARKADI &
BORIS STRUGATZKI: DAS EXPERIMENT Bereits seit einigen Wochen
erhältlich ist dieses in der 2. Staffel der Heyne-SF-Jubiläums-Edition
(Meisterwerke der SF) erschienene Taschenbuch. Es handelt sich dabei um
den 1992 bereits bei Ullstein unter dem Titel "Die Stadt der Verdammten"
erschienenen Roman, hier allerdings in durch Erik Simon ergänzter
und überarbeiteter Übersetzung und mit einem Vorwort von Karlheinz
Steinmüller, einem Nachwort von Boris Strugazki zur Entstehung des
Romanes und einem weiteren Nachwort von Erik Simon. (IG) [Titel-Vettern]...[Rezension
und Titelbild in Solar-X 151]...[Rezension
und Bild in Alien Contact 49]
12.07.2002: NEUER ALEXANDER
KRÖGER "Chimären" lautet der
Titel von Alexander Krögers neuestem Roman. Außerdem erschien
"Die Telesaltmission", eine überarbeitete Fassung von "Der Untergang
der Telesalt" aus dem Jahr 1989. (IG) [Kröger-Vertrieb]
28.06.2002: KURD-LASSWITZ-PREIS
2002 Hier sind die Ergebnisse.
10.05.2002: BUCH ÜBER
SCHWEDISCHE SF "Schwedische 'Social Fiction'"
ist der Titel von Ulrike Noltes nunmehr als Buch vorliegender Doktorarbeit.
[mehr]
26.04.2002:
TUSCHEL,
JEFREMOW UND ANONYMES Folgende Neuerscheinungen
in kleinster Auflage hat Gerd-Michael Rose in seiner Reihe TES zu vermelden:
-Karl-Heinz Tuschel: Balance
am Rande des Todes. SF-Roman. Leinen, farb. ill. SU, 284 S., 19.50 €
(Dieser
Privatdruck ist die erste Buchveröffentlichung des bislang nur als
e-book erhältlich gewesenen Romanes) -Iwan Jefremow: Das Geheimnis
der Hellenen. (C). Leinen, ill. SU, 120 S., mit Ill., 12.50 € (enthält
in deutscher Erstveröffentlichung die beiden SF-Geschichten "Eine
Begegnung über der Tuscarora" und "Das Geheimnis der Hellenen" sowie
als Nachdruck die 1954 in einer Illustrierten veröffentlichte Abenteuererzählung
"Die Höllenflamme") -"Englands Ende in der Schlacht
bei Dorking". Pappband mit Kunstlederrücken, 104 S., 1 Karte, 14.-
€ (Reprint der deutschen Ausgabe von 1879) Es gibt von allen Titeln
wohl auch andere Ausstattungsvarianten mit abweichenden Preisen.
Näheres bei: Gerd-Michael
Rose, Scharnhorststr. 36, 99099 Erfurt (Tel.: 0361/4230055)
19.04.2002: NEUES BUCH
VON ROLF KROHN "Am Tor der Zeit" heißt
das neue Buch von Rolf Krohn. Es enthält neun phantastische Erzählungen,
kostet 12 Euro und ist soeben im Heiko-Richter-Verlag
erschienen. (R. Krohn/IG) [Mehr
dazu auf der Seite des Autors]
12.04.2002: DER "GROSSE
NEUMANN" IST RAUS (UND EIN KLEINER AUCH) Hans-Peter Neumanns "Große
illustrierte Bibliographie der Science Fiction in der DDR" ist nun lieferbar.
Das Buch umfasst mehrere Seiten (insgesamt 1064) und noch mehr Abbildungen.
Wenn Sie zum Beispiel schon immer mal wissen wollten, wie das Buch "Gebannte
Schatten" von Franz Storch aussieht - hier können Sie sich einen Eindruck
davon verschaffen. Und für den Sammler auf Reisen, der sich in einem
Antiquariat fern des heimatlichen Bücherregals momentan unsicher ist,
ob er den Storch nun schon hat oder doch noch nicht, gibt's als Ergänzung
die schmale Broschüre "Science Fiction in der DDR. Eigenständige
Publikationen" zum Abhaken und Mitnehmen. (IG) [Mehr
dazu]
12.04.2002: "BÄRZIN"
25 - AUSGEZEICHNETE JUBILÄUMS-AUSGABE Das von dem bekannten Groß-Sammler
Heinz-Jürgen Ehrig herausgegebene kleinauflagige Magazin bietet seit
jeher eine Mischung aus Artikeln über vorzugsweise ältere SF
und Phantastik, für Sammler interessanten Informationen und Veranstaltungshinweisen
und -berichten aus Berlin und Brandenburg. Mit der erst nach der Nr. 26
erschienenen Jubiläums-Nummer 25 ist dem Herausgeber nun ein besonderes
Glanzstück gelungen. Das Heft konzentriert sich diesmal völlig
auf Artikel und bietet zum üblichen Preis von 1.50 Euro ein farbiges
Titelbild, den doppelten Umfang (64 S.) und diesmal besonders viele Abbildungen.
Wolfgang Both widmet sich auf 26 Seiten und mit zahlreichen Abbildungen
dem Thema "Science Fiction im deutschen Zeitungsroman" der 20er und 30er
Jahre des letzten Jahrhunderts. "Wieso denn Kasanzew?" ist ein interessantes
Gespräch zwischen Hans-Peter Neumann und Erik Simon betitelt, in dem
letzterer Auskunft darüber gibt, wie in den DDR-Verlagen die Auswahl
osteuropäischer SF vor sich ging. Rainer Domke stellt das Jugendbuch
"Planetenflieger" (1935) von Nikolaus Reitter vor, Marianne Sydow steuert
mit "Bis ans Ende der Zeit" einen Wissenschaftsartikel bei, und außerdem
gibt es eine zeitgenössische Rezension zu Otto Flakes Roman "Horns
Ring" (1916) und den Hinweis auf eine gedruckte, aber vor Veröffentlichung
wieder eingestampfte Urfassung des Romans unter dem Titel "Der schwarze
Ring" aus dem Jahr 1914. Ein wirklich empfehlenswertes Heft. (IG) Telefon-Nr.
des Herausgebers (12.00 bis 22.00 Uhr): 033830-61381["Bärzin"
bei epilog]
11.01.2002:
WADIM
SCHEFNER (1915-2002) Am 5. Januar ist Wadim Schefner
in St. Petersburg verstorben. Der Autor, der sich bereits als Lyriker einen
Namen gemacht hatte, war ab 1963 auch mit vorzugsweise heiteren Science-Fiction-Erzählungen
hervorgetreten. Neben einigen verstreuten Erzählungen liegen auf Deutsch
der Auswahlband "Bescheidene
Genies" (Vlg. Das Neue Berlin 1988 und Suhrkamp 1990) und die längere
utopische Erzählung "Das Mädchen am Abhang" vor. Als Schefners
Hauptwerk im Genre gilt der bislang nicht ins Deutsche übertragene
Roman "Die Hütte des Schuldners" (1982/1983). (IG/RusF) [Artikel
von Tom Appleton]
21.12.2001:
"QUARBER
MERKUR" 93/94 MIT STRUGAZKI-SCHWERPUNKT Auf mehr als einem Drittel
der insgesamt 302 Seiten der aktuellen Ausgabe von Franz Rottensteiners
vormals unillustrierter Literaturzeitschrift für Science Fiction und
Phantastik geht es um die Strugazkis. Da ist zunächst einmal die auf
30 Seiten angewachsene stark erweiterte Fassung von Erik Simons Artikel
"Das Strugazki-Politikum" über politische und verlagspolitische Aspekte
der Veröffentlichung oder Nichtveröffentlichung des Schaffens
der Strugazkis in der Sowjetunion. Aus dem Russischen übersetzte deutsche
Erstveröffentlichungen sind die beiden Beiträge von Mark Amusin
und Oleg Schestopalow. 40 Seiten stark ist die aktuelle Bibliographie "Arkadi
und Boris Strugazki im deutschen Sprachraum" von Hans-Peter Neumann, Erik
Simon und mir. Sie enthält nicht nur die SF der Brüder, sondern
u.a. auch die deutschsprachige Sekundärliteratur über sie einschließlich
Rezensionen und sogar eine Liste der der deutschen Veröffentlichung
noch harrenden Texte der beiden Autoren. Im Rezensionsteil bespricht Erik
Simon dann noch einige russische Bücher über die Strugazkis.
(IG) Preis: 15.50 € [Mehr
dazu]
30.11.2001 TSCHAJANOWS
VERHÖRPROTOKOLLE Alexander Tschajanow (1888-1937)
ist der Autor des SF-Textes "Reise meines Bruders Alexej ins Land der bäuerlichen
Utopie" (1920, dt. 1981). Hauptberuflich
war er aber Agrarwissenschaftler. Und deshalb ist es das Institut für
Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa, das in seiner Reihe "Studies
on the Agricultural and Food Sector in Central and Eastern Europe" den
von Eberhard Schulze herausgegebenen und übersetzten Band "Alexander
Wasiljewitsch Tschajanow - die Tragödie eines großen Agrarökonomen"
publiziert. Kernstück der knapp 200 Seiten starken Broschüre
sind die Verhörprotokolle Tschajanows, der in den 1930er Jahren zu
den zahlreichen Opfern der Stalinschen Repressionen gehörte und schließlich
als angebliches Führungsmitglied einer tatsächlich gar nicht
existierenden oppositionellen Partei erschossen wurde. Das Buch dokumentiert
die in ihrer Unsinnigkeit heute nur schwer nachvollziehbaren Anschuldigen
und Geständnisse und erleichtert dem deutschen Leser den Zugang durch
Begleitmaterial wie zum Beispiel ein kommentiertes Verzeichnis der in den
Protokollen erwähnten Personen. Damit die ehemals geheimen Protokolle
aber nicht zu sehr publik werden, wurde der Preis der schmucklosen Broschüre
auf 77.- DM festgesetzt. (IG) [Sie
wollen sie dennoch haben?]
28.09.2001 DEUTSCHE POST
SCHWACHSINNIG? "SOLAR-X" AM ENDE? Der Tarif "Büchersendung"
der Deutschen Post ist keine so ganz triviale Sache. Genießen
Sie die Argumentation eines diesbezüglichen Experten der Post zu der
Frage, ob das Hallenser Magazin "SOLAR-X" die Tarifvoraussetzungen erfüllt!
(IG)
24.08.2001 ALEXANDER MIRER
(1927-2001) Der deutsche Leser wird
allenfalls seine frühe Erzählung "Das Obsidianmesser" (in "Fenster
zur Unendlichkeit") kennen. Seine SF-Texte lassen sich in zwei Büchern
unterbringen, und doch gelang es Alexander Mirer, sich mit diesem relativ
kleinen Schaffen einen nachhaltig guten Ruf unter den SF-Freunden in seiner
Heimat zu verschaffen. Mirer hat unter anderem als Chefkonstrukteur im
Allunionsinstitut für elektrothermische Anlagen gearbeitet. 1965 debütierte
er mit der Novelle "Das wird ein schöner Tag!" in der SF, erste Buchveröffentlichung
war 1968 die an Kinder adressierte SF-Novelle "Unterseeboot 'Blauer Wal'".
Bis heute in Erinnerung blieb der 1969 nur stark gekürzt in einer
Zeitschrift veröffentlichte Parallelweltroman "Ich habe neun Leben",
der erst 1990 seine Buchpublikation erlebte und erst 1995 in der fast doppelt
so umfangreichen Originalfassung erschien. Mirers zweiter wichtiger Beitrag
zur sowjetischen SF war das 1976 erschienene aktionsreiche Jugendbuch "Das
Haus des Wanderes", eine Kombination aus Invasionsroman und Antiutopie.
Auch hier war die Aufnahme bei der Leserschaft ganz hervorragend. A. Strugazki
lobte den Roman als "eines der besten SF-Bücher für Heranwachsende".
Die offizielle Kritik jedoch war vernichtend. Mirer sah für seine
SF keine Veröffentlichkeitsmöglichkeit mehr (auch seine bisherigen
Texte wurden nicht nachgedruckt) und wechselte zur Literaturkritik, wo
er sich unter anderem mit Bulgakow und den Strugazkis beschäftigte.
1991 wurde er Redakteur bei einem Verlag, der auch viel SF bringt. 1998
gab es nach langer Pause dann doch noch einmal einen neuen SF-Roman von
Mirer. In "Verrazano Bridge" geht es um eine Erfindung, die den Verbrennungsmotor
überflüssig macht. Alexander Mirer verstarb am 18. Juli. (IG)
13.07.2001 ABGEMAHNTE
NEWSLETTER-ANBIETER BRAUCHEN NICHT ZAHLEN (Siehe vorige Woche) Die
"Gesellschaft zum Schutz privater Daten in elektronischen Informations-
und Kommunikationsdiensten e.V." trägt die durch ihre Abmahnungen
entstandenen Anwaltskosten selbst. Mehr dazu beim Heise-Vlg.
und bei www.advograf.de. (SF-Fan)
06.07.2001 ABMAHNUNGEN
AN NEWSLETTER-ANBIETER Eine erst vor kurzem gegründete
"Gesellschaft zum Schutz privater Daten in elektronischen Informations-
und Kommunikationsdiensten e.V." (GSDI) lässt Unterlassungserklärungen
samt Kostenbescheid über 1.286.21 DM an Anbieter kostenloser e-mail-Newsletter
verschicken. Betroffen sind auch SF-Info-Dienste wie Florian Breitsameters
"SF-Fan".
Bemängelt wird ein Verstoß gegen das Teledienstedatenschutzgesetz
durch Abfrage von weiteren Daten wie z. B. des Namens neben der e-mail-Adresse.
Speziell kleinere der betroffenen Anbieter weisen darauf hin, dass sie
vor der Abmahnung in keiner Weise kontaktiert und auf die Problematik hingewiesen
worden seien. Dies erwecke den Eindruck, dass es dem Verein nicht nur um
den Verbraucherschutz, sondern nicht zuletzt vielleicht auch ein klein
wenig ums Kassieren ginge. Verschickt werden die Abmahnungen durch die
Anwaltskanzlei Klinkert und Kollegen in Hannover. Betroffene aus dem SF-Bereich
können sich beim
"Förderverein
Phantastika Raum & Zeit e.V" melden, der eine Unterstützungssammlung
im Fandom plant. (SF-Fan/Heise-Vlg.)
06.07.2001 SF-HEFT DER
ZEITSCHRIFT "FREMDSPRACHENUNTERRICHT" Die noch lieferbare Nr.
1/2001 der o.g. Zeitschrift ist ein Beiträgen über Science Fiction
gewidmetes Sonderheft. Neben Beiträgen zur Arbeit mit einzelnen Texten
im Unterricht finden sich auch Überblicke zur Genreliteratur in Russland,
Frankreich, Kanada, zur anglo-amerikanischen und spanischsprachigen SF
und Artikel zu einzelnen Autoren aus Italien und Belgien. Das Heft im A
4-Format ist 80 Seiten stark und kostet 19.- DM (IG) [Bestellmöglichkeit] 08.06.2001 VIKTOR KOLUPAJEW
IST TOT Kolupajews Beitrag zur SF
und Phantastik besteht in erster Linie aus Erzählungen, die in seinen
Büchern "Was einem doch so passieren kann!" (1972), "Die Schaukel
des Eremiten" (1974), "Fahrkarte in die Kindheit" (1977), "Wozu hat der
Mensch gelebt?" (1982), "Der singende Wald" (1984), "Das siebente Modell"
(1985) und "Der Frühling der Welt" (1986) versammelt sind. Kolupajews
SF ist oft sehr lyrisch, jedoch verstand sich der 1936 geborene sibirische
Autor auch auf die naturwissenschaftlich akzentuierte Spielart des Genres.
Deutsch liegen einige verstreute Erzählungen in Anthologien (u.a.
in "Lichtspruch
nach Tau", "Das elektronische Glück", "Fenster zur Unendlichkeit",
"Der
Weg zur Amalthea" und im "SF-Story-Reader
10") und Zeitschriften vor, vor allem aber der 1977 in der DDR erschienene
Band "Die Schaukel des Eremiten". Viktor Kolupajew verstarb am 4. Juni.
(IG/S. Bereshnoi)
08.06.2001 GEORGI SCHACH
GESTORBEN Am 15. Mai ist Georgi Schachnasarow
gestorben. Der 1924 geborene Politologe und Futurologe hat unter dem Pseudonym
Georgi Schach in den 70er und 80er Jahren SF veröffentlicht. Von ihm
stammen der Roman "Die traurigste Geschichte der Welt..." (1984) und beiden
Sammelbände "Und die Bäume wie Reiter..." (1986) und "Das allessehende
Auge" (1989). Deutsch liegt von ihm die sehr empfehlenswerte Erzählung
"Und die Bäume wie Reiter..." in der Zeitschrift "Sowjetlitatur" Nr.
12/1987 vor [Verkauf].
Von 1988 bis 1991 war Schachnasarow Berater von Michail Gorbatschow. (IG/S.
Bereshnoi)
30.03.2001 MICHAEL MARRAK
FRANZÖSISCH, ITALIENISCH UND DÄNISCH Von Michael Marraks 2000
im Shayol-Verlag erschienenen Roman "Lord Gamma" sind französische
und italienische Übersetzungen in Arbeit. Auch kürzere Marrak-Texte
werden noch 2001 in den genannten Ländern sowie in Dänemark in
Magazinen bzw. Anthologien veröffentlich werden. (SF-Fan)
[Marrak
über "Lord Gamma"]
23.03.2001
CARL
GRUNERTS VERSTREUTE SF NUN GESAMMELT Fünf SF-Geschichten,
die in keinem der vier zu Lebzeiten Grunerts (1865-1918) erschienenen Autorenbände
enthalten sind, hat Gerd-Michael Rose nun für den von ihm herausgegebenen
Band "Die Maschine des Theodulos Energeios" aus diversen alten Jahrbüchern
zusammengetragen. Es handelt sich somit um eine erweiterte Ausgabe des
früheren, ebenfalls von G.-M. Rose zusammengestellten Bandes "Der
schreibende Affe". Die 124 Seiten kosten in Halbleinen gebunden incl. Versand
29.50 DM. Da die Auflage nur sehr klein ist, sollten Interessenten mit
ihrer Bestellung nicht allzu lange zaudern. Bezug: Gerd-Michael Rose, Scharnhorststr.
36, 99099 Erfurt. (G.-M. Rose/IG)
16.03.2001
BERND
ULBRICH LIEST IN BERLIN Der Autor, der durch seine
beiden gelungenen Erzählungsbände "Der unsichtbare Kreis" und
"Störgröße M" (Verkauf)
den SF-Lesern aus der DDR noch in guter Erinnerung sein dürfte, liest
am 21. März um 20.00 Uhr im Planetarium am Insulaner der Wilhelm-Foerster-Sternwarte
e.V. (Munsterdamm 90, 12169 Berlin-Schöneberg). Der Eintrittspreis
beträgt 9.- DM bzw. 6.- DM. Oder 0.- DM: 3 x 2 Freikarten gibt
es für die ersten drei Anrufer, die sich ab Montag, dem 19.3., unter
der Tel.-Nr. 030/79 00 93-66 unter Bezug auf diese Homepage melden. [Mehr
zur Veranstaltung] (J. Rose/IG)
09.03.2001 "MENSCHEN WIE
GÖTTER" WIEDER LIEFERBAR Der Verlag "Das Neue Berlin"
hat in einer einbändigen Broschurausgabe Sergej Snegows dreiteilige
Space Opera "Menschen wie Götter" wiederveröffentlicht. Leider
wendet er sich mit der Verlagswerbung an solche Gemüter, die sich
mit dem Wort "Kultbuch" ködern lassen. Sei's drum: 29.80 DM
kostet das große Weltraumabenteuer. (G.-M.
Rose/IG)
23.02.2001 DEUTSCHE SF
IN RUSSLAND Der Moskauer Verlag "Menedsher"
veröffentlichte im Jahr 2000 für Sprachstudenten und Freunde
der deutschen Sprache eine 256 Seiten starke originalsprachige Anthologie
deutscher SF mit dem Titel "Die Begegnung im Licht". (IG)
23.02.2001 PELEWIN ERHIELT
SCHÖNFELD-PREIS Am 14. Februar erhielt der
russische Autor Viktor Pelewin in Hamburg den Richard-Schönfeld-Literaturpreis
in Würdigung seiner Verdienste auf dem Gebiet der literarischen Satire
überreicht. Die russische Zeitung "Kommersant" kommentiert dies übrigens
mit Verwunderung, da sowohl die beiden Romane "Buddhas
kleiner Finger"(Volk
und Welt 1999/Ullstein 2000) und "Generation
P"(Volk
und Welt 2000), auf die sich die Begründung im wesentlichen stützt,
als auch der Autor selbst eher finsteren Charakters seien. Die Auszeichnung
ist mit einem Preisgeld in Höhe von 20.000 DM verbunden. Für
Freunde schräger SF ist insbesondere Pelewins Kurzroman "Omon
hinterm Mond"(Reclam
1994) interessant. Bemerkenswerte Phantastik enthält der Erzählungsband
"Die
Entstehung der Arten"(Reclam
1996). Außerdem liegt deutsch der Roman "Das
Leben der Insekten"(Reclam
1997/2000) vor. ("Kommersant"
v. 15.2.01/IG)
16.02.2001 VERGLEICHENDE
REZENSION DER DDR-BIBLIOGRAPHIEN Als Nachtrag zu der Meldung
vom 02.02.2001 über die beiden DDR-Bibliographien von O.R. Spittel
bzw. H.-P. Neumann soll hier auf eine erste vergleichende Rezension
der beiden Bücher hingewiesen werden, die in SOLAR-X 135 erscheinen
wird. (IG)
09.02.2001 SF VON ANDREAS
GRUBER FÜR ENGLÄNDER Die Kurzgeschichte "Das
Planspiel" von Andreas Gruber, die im November 1999 als "Story des Monats"
bei SF-Fan.de (www.sf-stories.de) erschien, wird im Deutsch-Lesebuch für
englische Studenten "Neue Aussichten: Ziele - Student Books" des Londoner
Buchverlags Hodder & Stoughton enthalten sein (Erscheinungstermin:
Juli 2001). Die SF-Kurzgeschichte des österreichischen Autors kann
man übrigens auch jetzt noch kostenlos unter www.sf-stories.de
downloaden (als druckfertiges PDF-File). Näheres zu Andreas Gruber
erfährt man auf seiner Homepage.
(Gruber/SF-Infodienst)
02.02.2001 ZWEI BIBLIOGRAPHIEN
DER SF IN DER DDR Bereits erschienen ist Olaf
R. Spittels Bibliographie "Science Fiction in der DDR", mit der er seine
aus den "Lichtjahr"-Almanachen Nr. 2 bis 6 bekannten Teilbibliographien
zusammengefasst, überarbeitet und bis 1990 fortgeführt präsentiert
(Verlag 28 Eichen, Barnstorf 2000.
Broschur, 236 S., 43,- DM, ISBN 3-8311-0691-6).
Noch
umfassender, detailierter, anders aufgebaut und - nicht zuletzt - exzessiv
bebildert wird ein im Sommer erscheinender Wälzer sein, für den
Hans-Peter Neumann verantwortlich zeichnet, der u.a. durch sein Buch "Die
Bibliographie der DDR-Science-Fiction" (1996) und seine Bibliographien
im "Lichtjahr 7" bekannt ist. Ab sofort ist sie zu einem speziellen Subskriptionspreis
vorbestellbar, die "Große illustrierte
Bibliographie der Science Fiction in der DDR" (Spittel/Neumann/IG)
26.01.2001
NEUES
BUCH VON ROLF KROHN Inzwischen liegt mir Rolf
Krohns neuer Band mit SF und Phantastik vor, der den Titel "Schatten
über der Saale" trägt und 2000 im Heiko Richter Vlg. in Halle
erschienen ist. Eine Rezension dazu von G. Barnewald findet sich in SOLAR-X
136. (232 Seiten, Broschur, 19.80 DM, ISBN 3-9805826-5-5) (IG)
26.01.2001 "DAS JAHR DES
KOMMUNISMUS" Lesen
Sie - insbesondere, wenn Sie einmal DDR-Bürger gewesen sind -
Peter Schünemanns reizende kleine Alternativweltgeschichte in SOLAR-X
133.
22.12.2000 LJUBOW LUKINA
& JEWGENI LUKIN Das russische Autorenpaar
ist mit seiner Erzählung "Actio =" in der soeben bereits in 2. Auflage
im Heyne-Vlg. erschienenen von Erik Simon und Friedel Wahren herausgegebenen
Anthologie "Schöne Bescherungen" vertreten. (IG)
15.12.2000 BIBLIOGRAPHIE
ALTERNATIVER WELTEN Vom "Quarber
Merkur", Franz Rottensteiners Literaturzeitschrift für SF und
Phantastik, ist nunmehr die 300 Seiten starke Doppelnummer 91/92 erschienen.
Besonders interessant fand ich diesmal die Seiten 81 bis 168, die eine
von Jörg Helbig erstellte Bibliographie von Texten enthält, die
alternative Geschichtsverläufe zum Thema haben. In einem kurzen Kommentar
ist jeweils angegeben, worin der die Abweichung zu unserer Realität
einleitende Wendepunkt besteht. Die Einträge sind nach Kriterien wie
Ländern, Personen, historischen Ereignissen oder konkreten Jahren
geordnet. Schade ist lediglich, dass sich die Bibliographie auf in englischer
Sprache erschienene Texte beschränkt. (IG)
13.10.2000 DEUTSCHE SF
CHINESISCH Ende September ist in China
eine Anthologie mit 14 SF-Geschichten deutscher Autoren erschienen. Vertreten
sind u.a. Michael Marrak (mit "Astrosapiens" und "Wiedergänger"),
Andreas Melzer, Gert Prokop, Helmut Routschek (Alexander Kröger),
Ralph Sander und Simon Zwystein (Erik Simon und Angela und Karlheinz Steinmüller).
(M. Marrak/SF-Infodienst)
06.10.2000 MARIANNE GRUBER
RUSSISCH Bereits 1995 erschien Marianne
Grubers phantastischer Roman "Zwischenstation" (Suhrkamp 1988) in russischer
Übersetzung. (IG)
07.07.2000
NEUER
ROMAN VON KLAUS FRÜHAUF "Die
Stadt der tausend Augen" [sie müssen auf der gelinkten Seite etwas
scrollen] heißt das kürzlich erschienene Buch. Der H & F-Verlag
eröffnet damit eine SF-Reihe, in der auch Bücher von anderen
aus der DDR bekannten Autoren wie Karl-Heinz Tuschel und Klaus Möckel
erscheinen sollen. (SF-Infodienst
- hier gibt es es auch eine Rezension/IG)
23.06.2000 BULGARISCHER
SF-ROMAN DEUTSCH Michael Falkenstein machte
mich freundlicherweise auf das SF-Book
on Demand "Provinz 5" von Al Vickers aufmerksam. Hinter diesem Pseudonym
verbirgt sich der bulgarische Autor und Herausgeber Alexander Popow. Das
Jahr der Originalveröffentlichung kann ich Ihnen zwar nicht angeben,
jedoch erschien der Roman 1991 bereits in russischer Sprache. (IG)
09.06.2000
DEUTSCHE
SF IN RUSSLAND Bei meinem gestrigen Besuch
in einer russischen Buchhandlung wurde mir einmal wieder bewusst, welcher
Autor die deutsche SF in Russland repräsentiert: Von zwei Dutzend
Titeln einer auf Action-SF spezialisierten Reihe stammte die Mehrzahl natürlich
von amerikanischen Autoren, nur einer von einem Russen, immerhin 6 aber
von Wolfgang Hohlbein: Charity 1-3 [zur
Chronologie], 2 weitere SF- und ein Fantasy-Buch. Außerdem standen
noch die Perry Rhodan-Silberbände 1-3 im Regal. (IG) [Informative
Fanseite zu Hohlbein]
26.05.2000 GENRICH ALTOW
GESTORBEN Bereits am 24.09.1998 ist
der russische SF-Autor Genrich Altow verstorben. Altow war in den 60er
Jahren mit einigen Erzählungsbänden voller origineller Ideen-SF
in Erscheinung getreten. Einige Werke hat er gemeinsam mit seiner Frau
Walentina Shurawljowa veröffentlicht. Auf Deutsch liegt Science Fiction
von ihm in dem Erzählungsband "Der Hafen der Steinernen Stürme"
(Vlg. Das Neue Berlin 1977, [Verkauf]),
in Form einiger Erzählungen in Anthologien sowie in den in Kleinstauflage
erschienenen Fanzines SFFF 1 und 3 (1987 bzw.
1988) vor. Unter seinem bürgerlichen Namen Altschuller war Altow auch
als Erfinder bekannt. In der DDR ist von ihm ein Buch zur Theorie des Erfindens
erschienen. (Hermann Urbanek in Heyne-SF-Jahr 2000/IG) [Porträtfoto]
05.05.2000
SF-AUTOR
GERHARD BRANSTNER AUS PDS AUSGESCHLOSSEN "Berlin: Die PDS hat den
Schriftsteller Gerhard Branstner [Buchverkauf]
wegen 'grober Verunglimpfung' von Reformpolitikern wie Fraktionschef Gregor
Gysi ausgeschlossen. Die Landesschiedskommission habe Branster mit vier
zu zwei Stimmen die Mitgliedschaft aberkannt. Dagegen kann Branstner jetzt
Einspruch einlegen. Branstner will sein weiteres Vorgehen von der schriftlichen
Begründung abhängig machen. Den Rauswurf hatte Michael Brie,
Leiter der PDS-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung beantragt." (dpa/Märkische
Allgemeine Zeitung v. 2.5.2000)
05.05.2000 SF-STORIES
IN SPIELEZEITSCHRIFTEN Das Computerspiele-Magazin
POWER PLAY hat ab der Nr. 1/2000 jeweils eine kurze SF-Erzählung veröffentlicht.
Nach einer Battletech-Geschichte waren das dann stets Texte aus der Feder
des Magazin-Mitarbeiters Joe Nettelbeck. Nachdem die POWER PLAY mit Ausgabe
4/2000 ihr Erscheinen eingestellt hat, ist Joe Nettelbeck samt der monatlichen
SF-Story zum Magazin PC Player gewechselt.
(IG)
04.02.2000
ROMANE
IN DER WELT VON "MASTER OF ORION" Der russische Autor Sergej
Lukjanenko hat eine Trilogie geschrieben, die im den Freunden von rundenbasierten
Computerstrategiespielen wohlbekannten Universum der "Master of Orion"-Serie
angesiedelt ist. Die einzelnen Titel lauten "Linija grjos" ("Die Trugbild-Linie"),
"Imperatory illjusi" (1998, "Die Herrscher der Illusionen") und "Teni snow"
(1998, "Die Schatten der Träume"). (IG)
21.01.2000 RUSSISCHE SF
DEUTSCH: ALEXANDER CHARIN Alexander Charin: Die Offenbarung
von Ino. Aufzeichnungen eines Augenzeugen. [ohne Verlags- und Ortsangabe]
1998. Broschur, 62 + 59 Seiten (zweisprachiges Wendebuch), mit ganzseitigen
Illustrationen, ISBN 3-932864-29-8, ca. 20,- DM
Ich habe das Buch in der
UFO-Buchhandlung
Berlin bekommen. Weitere mögliche Ansprechpartner sind der Übersetzer
Alexander Wernitz, Britzkestr. 17, 12347 Berlin, Tel./Fax 030/628-441-95
oder der Verlag, der die Druckvorbereitung realisiert hat: Igor Jourist
Verlag Hamburg, Tel. 040-21098290, Fax 040-21098293, e-mail jourist@aol.com,
Internet www.jourist.de
(IG)
31.12.1999 HARRISONS "TODESWELT"-ZYKLUS
UNTER RUSSISCHER BETEILIGUNG FORTGEFÜHRT Harry Harrison und der Russe
Ant Skalandis zeichnen gemeinsam als Autoren für die Bände 4
bis 6 des mit "Die Todeswelt" (1960), "Die Sklavenwelt" (1964) und "Die
Barbarenwelt" (1968) begonnen Zyklusses um Jason dinAlt verantwortlich:
"Rückkehr auf die Todeswelt" (1998?), "Die Todeswelt gegen die Flibustier"
(1998) und "Die Todeswelt und die Geschöpfe aus der Hölle" (1999).
Wie in solchen Fällen üblich, kann wohl davon ausgegangen werden,
dass der Bekanntere der beiden den Namen und der andere den Text beigesteuert
hat, zumal die mir vorliegenden russischen Bände 5 und 6 auch nicht
als Übersetzung aus dem Englischen gekennzeichnet sind. (IG)
31.12.1999 "ARCHIVAR DER
RUSSISCHEN SF" GESTORBEN Im März 1999 verstarb
Igor Chalymbadsha. Der in Deutschland dem einen oder anderen vielleicht
noch als Verfasser der Bibliographien zu Alexander Beljajew (STERN DES
OSTENS 3, 1992) und Iwan Jefremow (SDO 4, 1993) erinnerliche 1933 geborene
Großsammler hat sich in seinem Heimatland einen Ruf als Bibliograph
insbesondere der älteren russischen SF erworben. Der ausgebildete
Geologe hat seit 1963 unter den verschiedensten Pseudonymen aber auch mehr
als 110 Erzählungen und über 100 Artikel zur Geschichte der SF
veröffentlicht. Noch kurz vor seinem Tod hat er sein bio-bibliographisches
Lexikon der russisch-sowjetischen SF und Phantastik nach jahrelanger Arbeit
fertigstellen können. Er war Koordinator des größten und
traditionsreichsten sowjetischen Cons, des alljährlichen "Aelita"-Treffens.
Das für das Jahr 2000 als Band 1 der neuen "Bibliothek des STERN DES
OSTENS" vorgesehene Bulytschow-Buch
"Der einheitliche Wille des gesamten Sowjetvolkes" wird noch einmal eine
umfangreiche Bibliographie enthalten, die auf den von Igor Chalymbadsha
zusammengetragenen Informationen beruht. (IG)